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Borna Winterbaden am Großstolpener See
Region Borna Winterbaden am Großstolpener See
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19:28 02.01.2013
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Allerdings ist der 68-Jährige diese Art der Abkühlung schon lange gewöhnt. Seit über 10 Jahren frönt er dem etwas ungewöhnlichem Hobby, das so manchem Beobachter bereits beim Zuschauen zittern lässt.

Je nach Lust und Laune, manchmal mehrmals die Woche, fährt Hahn auch jetzt im Winter für eine kurze Schwimmrunde zu den Gewässern in der Groitzscher Umgebung. Ob im Werbener Restloch, dem Prößdorfer, Hasselbacher oder eben dem Großstolpener See, überall ist der Rentner anzutreffen.  Als Eisbader möchte er sich aber dennoch nicht bezeichnen. „Ich gehe nur ins Wasser, solange die Seen nicht zugefroren sind“, erklärt Hahn. Extra ein Loch dafür zu hacken, wäre einfach zu aufwendig. Selbst die feinen Kanten einer dünnen Eisschicht erweisen sich als schmerzhaft beim Schwimmen.

Gleichwohl lag die Temperatur des Großstolpener Sees kürzlich knapp an der Grenze für eine Änderung des Aggregatzustandes. Nur knapp 2 Grad Celsius zeigte das mitgebrachte Quecksilber an. Doch für das Mitglied der Alters- und Ehrenabteilung der Groitzscher Feuerwehr kein Problem. Der Gang ins Wasser kostete ihm überhaupt keine Überwindung. Zwei bis drei Minuten dauert dann seine Schwimmrunde – natürlich nackt, versteht sich. „Da kann man auf die Grippeschutzimpfung getrost verzichten. Man fühlt sich hinterher wie neu geboren“, sagte der ehemalige Reparaturschlosser beim Abtrocknen am Ufer.

So abgehärtet kann er sich an Erkältungen in der letzten Zeit überhaupt nicht erinnern. Doch nur ganz selten trifft Manfred Hahn am See Gleichgesinnte. Und wie kommt man auf die Idee des Winterbadens? Als begeisterter Schwimmer im Sommer wollte der Groitzscher damals einfach mal ausprobieren, wie lange es für ihn möglich ist, ins kühle Nass zu steigen. Heute möchte er diesen Jungbrunnen nicht mehr missen.

Olaf Becher

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