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Borna Winterdienst im Landkreis hat 1200 Kilometer Straße vor dem Räumschild
Region Borna Winterdienst im Landkreis hat 1200 Kilometer Straße vor dem Räumschild
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13:00 18.12.2016
Sven Krause von der Straßenmeisterei Borna-Kesselshain macht seinen Unimog für den ersten Winterdiensteinsatz scharf. Quelle: Foto: Jens Paul Taubert
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Landkreis Leipzig


Die vorhandene Technik muss vorbereitet, Schneezäune aufgebaut, Streugutkisten repariert oder aufgefüllt werden. Die Salzlagerhallen können 3700 Tonnen bevorraten. „Im nächsten Jahr wird sich diese um weitere 1300 Tonnen erhöhen. Dann ist in der neu gebauten Straßenmeisterei Wurzen eine weitere Salzlagerhalle mit Silo einsatzbereit“, erklärte Kreissprecherin Brigitte Laux. Um Lieferengpässe beim Auftausalz auszugleichen, hat die Behörde eine Halle mit einem Fassungsvermögen von weiteren 3100 Tonnen angemietet. Anfang Oktober wurde begonnen, die Hallen zu füllen. Es liegen jetzt 5100 Tonnen Auftausalz bereit. Der Schnee kann also kommen.

Der Vorrat dürfte – ein durchschnittlicher Wetterverlauf vorausgesetzt – die Winterperiode abdecken, schätzen die Straßenmeister ein. Die Streugeräte arbeiten nach dem Feuchtsalzprinzip, da sich mit dieser Technologie das Salz wirkungsvoll einsetzen lässt und die Verwehungsverluste gering gehalten werden. Dabei gilt nicht das Prinzip Viel-hilft-viel – „der effektive Einsatz der Streumittel steht auf der Tagesordnung. Dies geschieht auch im Blick auf den Umwelt- und Gewässerschutz“, so Laux.

Wann und wo die Räumfahrzeuge zum Einsatz kommen, regeln die Meistereien nach den Dringlichkeitsstufen, die sich an der Verkehrsbelastung orientieren. Für Straßen in der Dringlichkeitsstufe A sollte die Befahrbarkeit bis 6 Uhr werktags beziehungsweise sonntags und feiertags gegen 8 Uhr gegeben sein. Die Straßenabschnitte mit den Dringlichkeitsstufen B und C sollten werktags ab 8 Uhr, sonn- und feiertags ab 10 Uhr befahrbar sein. Um einmal das gesamte Straßennetz im Landkreis einmal komplett zu bedienen, brauchen die Winterdienstler mindestens 3,5 Stunden. „Abhängig von den Wetterverhältnissen arbeiten die Straßenmeistereien operativ in entsprechenden Schichtdiensten. Detaillierte Wetterberichte und Wetterwarnungen gehen direkt an die Straßenmeisterei. Diese Vereinbarung mit dem Deutschen Wetterdienst hilft, Mensch und Technik optimal einzusetzen“, skizziert Behördensprecherin Laux.

Auch wenn die Straßenmeistereien des Landkreises gut auf den Winterdienst vorbereitet sind: „Es besteht keine Verpflichtung, alle Straßen überall und jederzeit von Schnee zu räumen und bei Glätte zu streuen“, verdeutlicht die Sprecherin. Weiter: „Dies wäre technisch weder mit einem vertretbaren Aufwand möglich noch leistbar.“ Generell werden die Straßenmeistereien – wie in jedem Winter – alles erdenklich Mögliche tun, um im Schneefall überall für geordnete Verhältnisse zu sorgen.

Von Thomas Lieb

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