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Borna Winterlicher Arbeitseinsatz im Röthaer Schlosspark
Region Borna Winterlicher Arbeitseinsatz im Röthaer Schlosspark
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00:28 22.03.2018
Dieter Kunze (li), Hans-Joachim Keil und Christian Steinbach bei der Arbeitsbesprechung im Schlosspark Rötha Quelle: René Beuckert
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Rötha

Als der Förderverein „Rötha - Gestern. Heute. Morgen.“ sowie die Kommune im Schlosspark den Frühjahrsputz planten, hatten sie nicht mit Schnee gerechnet. So waren am Samstag die Wege, Sträucher und Bäume in ein Winterkleid gehüllt, dessen Anblick sogar einen romantischen Eindruck vermittelte.

Auch wenn über Nacht reichlich Schnee gefallen war und der Wind ordentlich wehte, fanden sich Vereinsvize Dieter Kunze und Bürgermeister Stephan Eichhorn pünktlich 9 Uhr im Park ein.

Totholz aus der Parkanlge geräumt

Eigentlich sollte das Herbstlaub entlang der Wege und auf dem Rasen beseitigt werden, doch bei dem Schnee sei das zwecklos. „Dafür werden wir wohl Totholz aus der Parkanlage räumen“, plante Dieter Kunze neu. Der sogenannte Frühjahrsputz sei bereits Tradition, bei dem viele helfende Hände die Parkanlage auf Vordermann bringen.

Röthaer Schlosspark hier im Winterkleid. Quelle: René Beuckert

Darüber hinaus würden zahlreiche weitere Vorhaben der Erhaltung und Pflege des Parks dienen. „Seit fünf Jahren finden hier etliche Aktionen statt, die vom Anlegen der Parkallee bis zur Sanierung des Teiches reichen. Dank der Fördermittel ist hier eine Summe von etwa einer halben Million Euro geflossen. Ohne die Unterstützung der Stadt oder anderer Vereine wären solche Maßnahmen kaum von den Mitgliedern zu stemmen“, stellte Dieter Kunze fest.

Legendäre Nacht der 1000 Kerzen

Bürgermeister Stephan Eichhorn hob die Bedeutung des Schlossparkes für die Röthaer selbst und deren Gäste hervor. „Zahlreiche Bewohner nutzen den Park auf ihre Weise. Gehen die einen mit dem Hund spazieren, queren andere auf ihrer Tour mit dem Fahrrad den Park. Dass der Schlosspark gut angenommen wird, zeigt sich jedes Jahr zum sogenannten Theaterspektakel oder zur legendären Nacht der 1000 Kerzen, an der sich zumeist über 500 Besucher erfreuen.“

Auch die nahe gelegene Allee zum Schlosspark wurde dank Unterstützung einiger Förderer neu angelegt und ist nun ein Blickfang in der Landschaft. „Die Bäume haben wir tatsächlich nach alten Unterlagen gesetzt, wobei wir zwar anfänglich einige Verluste hinnehmen mussten, die beispielsweise durch Wildfraß entstanden“, berichtete Kunze. Doch mittlerweile schützt eine Ummantelung aus Maschendrahtgeflecht davor.

Zerstörungen an den Stelen und Parkbänken

Auch der Schlosspark ist vor der Zerstörungswut einiger Mitmenschen nicht gefeit. Besonders bedauerlich findet Kunze, dass Stelen beschmiert und Parkbänke demoliert werden. „Selbst vor dem Pavillon machen sie nicht halt“, bedauert er.

Es sollte aber noch eine Stunde dauern bis weitere Mitstreiter wie Vereinschef Christian Steinbach und Hans-Joachim Keil dazu kamen. Hans-Joachim Keil ließ sich trotz des Schneefalls nicht abbringen, im Park erneut Einsatz zu zeigen. „Ich finde es wichtig, regelmäßig solche Aktionen durchzuführen. In den zurückliegenden Jahren haben sie einiges vorangebracht und bis zum 350-jährigen Jubliäum des Schlossparkes im Jahre 2020 soll noch einiges gemeistert werden.

Angenommen wird die Parkanlage jetzt schon. „Eltern mit ihren Kindern nutzen den Spielplatz, sportlich Aktive joggen gern die Wege entlang und Führungen erweisen sich stets als Besuchermagnet“, freute sich Hans-Joachim Keil. Und weitere Vorhaben habe man im Blick. So bestehe die Idee, die Insel im Schlossteich als Podium für klassische Musik zu nutzen.

Von René Beuckert

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