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Borna Wirbel um angeblichen Abriss in Deutzen
Region Borna Wirbel um angeblichen Abriss in Deutzen
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00:18 28.11.2016
Mehrzweckgebäude in Deutzen: Nach einem offenbar voreiligen Brief aus der Gemeindeverwaltung sind einige Deutzener aufgeschreckt. Quelle: Jens Paul Taubert
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Neukieritzsch/Deutzen

Ein Schreiben aus der Gemeindeverwaltung Neukieritzsch sorgt derzeit in Deutzen für Wirbel. So sehr, dass Bürgermeister Thomas Hellriegel (CDU) die Angelegenheit auf der jüngsten Stadtratssitzung auf Anfrage erklären und betonen musste: Es sei keineswegs beschlossene Sache, das Mehrzweckgebäude in Deutzen abzureißen.

Genau diese Botschaft aber hatte in der vergangenen Woche in dem Ortsteil die Runde gemacht. Was war passiert? Eine Deutzenerin wollte das Gebäude für eine Familienfeier mieten und wandte sich mit diesem Anliegen an die Gemeindeverwaltung. Die dort zuständige Mitarbeiterin beschied den Antrag allerdings abschlägig. In der Antwort hieß es sinngemäß: Man könne das Gebäude nicht vermieten, weil es abgerissen wird.

Das Schreiben machte im Ort die Runde und löste eine Debatte auf Facebook aus, in der dem Gemeinderat vorgeworfen wurde, den Abriss des Gebäudes beschlossen zu haben. Dem widersprach Jens Buder, Mitglied des Ortschaftsrates und des Gemeinderates: „Weder im Technischen Ausschuss, noch im Gemeinderat stand der Abriss des Mehrzweckgebäudes auf der Tagesordnung, also gab es auch keinen Beschluss!“ Er wisse nicht, was mit dem Gebäude in Zukunft geschieht, Fakt sei aber: „Es wird kaum genutzt.“

Hintergrund des Wirrwarrs ist die Absicht der Gemeinde, generell über gemeindeeigene Gebäude nachzudenken. Im Sommer hatte der Gemeinderat sich einige Objekte angesehen, am 8. Dezember sollen die Abgeordneten eine zweite Runde drehen und sich weitere Gebäude anschauen. In die Reihe der Häuser, über deren Nutzung und Zukunft nachgedacht werden soll, fallen unter anderem die Kegelbahn und das Dorfgemeinschaftshaus in Kahnsdorf, die alte Mittelschule in Neukieritzsch, der Jugendclub Neukieritzsch, das frühere Gemeindeamt in Lobstädt, die Deutschlandhalle in Lippendorf.

„Wir können uns nicht in jedem Ort drei öffentliche Gebäude leisten“, formuliert der Bürgermeister in bewusster Überspitzung und fügt hinzu: „Der Gemeinderat muss sich darüber unterhalten, welche Gebäude in den kommenden Jahren wie zu nutzen sind.“

Um sich Möglichkeiten zum Handeln offen zu halten, hatte Hellriegel nach seinen Worten angewiesen, das Mehrzweckgebäude in Deutzen, welches sich in keinem guten Zustand befindet, nur noch bis Mai 2017 zu vermieten. Der genannte Brief sei „unglücklich formuliert gewesen“, ein Abriss nicht beschlossen, beteuert der Bürgermeister.

Von André Neumann

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