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Borna Wissenschaftler pflanzen Sträucher in Borna
Region Borna Wissenschaftler pflanzen Sträucher in Borna
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19:09 11.07.2018
Die Teilnehmer einer internationalen Konferenz in Leipzig pflanzten am Dienstag Johannisbeersträucher im Garten der Lebenshilfe Borna. Unterstützung gab dabei die Deutsche Baumkönigin 2016, Lil Wendeler (re.). Quelle: Kathrin Haase
Borna

Ein besonderes Geschenk für die Bornaer Lebenshilfe hatten am Dienstagabend die Teilnehmer einer internationalen Konferenz in Leipzig mitgebracht. Im Werkstattgarten Am Wilhelmschacht pflanzten die Wissenschaftler zusammen mit der Deutschen Baumkönigin 2016, Lil Wendeler (27), zwei Dutzend rote und schwarze Johannisbeersträucher. „Denn ohne Bäume und Sträucher können wir nicht leben“, sagte die Dresdenerin in eindringlichen Worten, „sie produzieren Sauerstoff, sind Lebensraum für viele Tiere und wir nutzen das Holz als Baustoff.“

Jahrestagung bis Donnerstag in Leipzig

Nach Neuseeland, Irland, den USA und Großbritannien findet noch bis zum Donnerstag die Jahrestagung der Gesellschaft für Makromarketing in Leipzig statt. Organisiert wird sie vom Lehrstuhl BWL, Schwerpunkt Marketing der Universität Leipzig. Lehrstuhlinhaber Helge Löbler, zu dessen Team auch der Bornaer Stadtrat Sebastian Stieler (BfB) gehört, erklärte dazu: „Ich freue mich, dass ich den Vorstand der Macromarketing Society überzeugen konnte, die Konferenz 2018 nach Leipzig zu vergeben. Leipzig als Stadt mit seiner Geschichte und Musiktradition und die Region sind für viele Wissenschaftler interessant.“

Austausch mit Kollegen aus 38 Ländern

In mehr als 150 Vorträgen präsentierten die Gäste aktuelle Forschungsergebnisse und traten in Austausch mit Kollegen aus 38 Ländern. Vorgestellt wurden neben theoretischen Arbeiten auch aktuelle Forschungsergebnisse. Löbler selbst sprach zum Marketing und der wirtschaftlichen Verantwortung und stellte ein neues Konzept für Verantwortung vor.

Gemeinsam pflanzen und beisammensitzen

Neben einer Stadtführung und einem Besuch in der Leipziger Thomaskirche stand auch der Besuch bei der Lebenshilfe auf dem Tagungsprogramm. Die Kontakte nach Borna hatte Sebastian Stieler hergestellt. „Wir haben einen Ort gesucht, an dem wir Bäume pflanzen und gemütlich beisammensitzen und grillen können. Sie glauben gar nicht, wie schwierig das in Leipzig ist.“

Gäste greifen beherzt zum Spaten

Auf dem Gelände der Bornaer Lebenshilfe wurden die Teilnehmer mit offenen Armen empfangen. Beherzt griffen die Gäste zu den Spaten und pflanzten trotz harten und trockenen Bodens die Johannisbeersträucher, andere kümmerten sich ums Gießwasser. Dazu erklärt Löbler: „Es ist uns sehr wichtig, den ökologischen Fußabdruck der Konferenz etwas zu kompensieren. Die Sträucher werden Sauerstoff spenden und hoffentlich auch bald Obst für die Arbeiter in der Werkstatt liefern.“

Laut Baumkönigin Wendeler werde aus den Sträuchern bald eine zwei Meter hohe Hecke. „Und wir brauchen auf dieser Fläche künftig nicht mehr Rasen zu mähen“, sieht es Uwe Drechsler, Geschäftsführer der Sozial-Arbeiten-Wohnen Borna gGmbH, praktisch.

Von Kathrin Haase

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