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Borna Witznitzer Brikettfabrik: Weg frei für Verkauf und mögliche Wohnbebauung
Region Borna Witznitzer Brikettfabrik: Weg frei für Verkauf und mögliche Wohnbebauung
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13:58 19.05.2015
Können jetzt doch verkauft werden. Die Immobilien der ehemaligen Brikettfabrik Witznitz sind frei für den Wohnungsmarkt. Quelle: Jens Paul Taubert

"Der Vergleich sieht vor, dass die Belastungen aus den Grundbüchern der Immobilien der ehemaligen Brikettfabrik zur Löschung gebracht werden", sagte Berner. Die Leipziger VDL Immobiliengruppe sei beauftragt worden, eine Strategie zum Verkauf der teilweise sanierten, größtenteils aber unsanierten Gebäude zu erarbeiten.

Wie berichtet, sollten auf dem Areal der ehemaligen Gleisharfe die Landschaften blühen. Nachdem die Kommune mit einem Bebauungsplan im Jahr 2000 die planerischen Weichen für das Wohngebiet gestellt hatte, sind zahlreiche Eigenheime entstanden. Reihenhäuser und Lofts in den Fabrikanlagen standen für eine attraktive Nachnutzung des Industriestandortes. Aber der Plan geriet ins Stocken, als den Bauträgern das Geld ausging. Seitdem sind sanierungsfähige Anlagen wie das alte Kesselhaus dem Verfall preisgegeben.

Obwohl der große Immobilienbestand eine nicht unbedeutende Insolvenzmasse darstellt und in der Regel zur Begleichung von Gläubigerforderungen veräußert wird, tat sich lange nichts. Mehr als zwei Jahren war Berner bemüht, den über dem Verfahren schwebenden Zustand der Masseunzulänglichkeit abzuwenden. Wie sie gestern sagte, hätten Rechte Dritter in den Grundbüchern zahlreicher Immobilien eine Vermarktung verhindert. Eine freiwillige Löschung hätte der Betroffenen lange Zeit verweigert. Da es sich um Ansprüche gehandelt habe, die unter Insolvenzbedingungen anfechtbar gewesen wären, habe ein gerichtliches Verfahren über mehrere Instanzen gedroht.

Die außergerichtliche Einigung sieht jetzt laut Berner vor, dass alle im Grundbuch eingetragenen Ansprüche gelöscht werden. "Darüber hinaus wird der Anspruchsgegner zur Zahlung von nennenswerten Vergleichssummen in beiden Insolvenzverfahren verpflichtet", sagte die Anwältin. Vermutlich wäre bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung ein größerer Betrag verhandelt worden. Aber mit der Aufhebung der zwischenzeitlich eingetretenen Masseunzulänglichkeit sei jetzt der Weg frei für den Verkauf. Zum Wert der Immobilien und zu den Forderungen der Gläubiger machte Berner keine Angaben, da das Verfahren nicht öffentlich sei.

Nachdem die rechtlichen Hürden genommen sind, rechnet Berner mit zeitnahen Verkaufsgesprächen. Das Interesse soll enorm sein. "Es sind in den vergangenen Monaten viele Kaufinteressenten an uns herangetreten", sagte Berner. Im günstigsten Fall gehe sie davon aufs, dass bereits im Frühjahr mit dem Verkauf der Immobilien begonnen werden kann. In Absprache mit der Kommune sollen dann Straßen und Wege weitergebaut werden. Wie Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) sagte, müsse die Anbindung an die Pawlowstraße realisiert werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.03.2015
Birgit Schöppenthau

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