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Wohnen am Pegauer Mühlgraben: Atrium macht alte Getreidemühle wieder flott

Denkmal Wohnen am Pegauer Mühlgraben: Atrium macht alte Getreidemühle wieder flott

Im September beginnt die Sanierung der ehemaligen Getreidemühle am Pegauer Elstermühlgraben. Die Atrium Baugesellschaft aus Leipzig hat das denkmalgeschützte Haus von der Stadt erworben und will nun drei Millionen Euro investieren. Bis zum Sommer nächsten Jahres sollen auf den vier Etagen insgesamt 14 Wohnungen entstehen.

So stellt sich der Leipziger Wohnungsbauträger Atrium das künftige Wohnhaus Untermühle in Pegau vor - mit Balkons zum Elstermühlgraben und zur Ostseite hin.

Quelle: Atrium

Pegau. Die ehemalige Untermühle am Pegauer Elstermühlgraben ist ein Patient mit vielen Wehwehchen. Fenster und Türen sind notdürftig zugenagelt, der Fassadenputz bröckelt und legt an manchen Stellen das Mauerwerk frei, in den Fußböden klaffen tiefe Löcher und es riecht unangenehm muffig. Heruntergekommen und verwahrlost trifft es am besten.

Verwahrlost und heruntergekommen bietet die einstige Getreidemühle in Pegau zurzeit ein jammervolles Bild

Verwahrlost und heruntergekommen bietet die einstige Getreidemühle in Pegau zurzeit ein jammervolles Bild.

Quelle: Mathias Bierende

Doch schon bald erwacht das Haus zu neuem Leben, bekommt die einstige Getreidemühle ihre zweite Chance für Wohnzwecke. Eigentümer und Lebensretter in Personalunion ist die Atrium Baubetreuungsgesellschaft aus Leipzig. Der Wohnungsbauträger hatte das denkmalgeschützte Gebäude mitsamt zweier Flurstücke im vergangenen Jahr von der Stadt Pegau erworben und kümmert sich nun um die Sanierung. Ungeachtet dessen bleibt die Wasserkraftanlage der Untermühle aber weiter in kommunalem Besitz. Sie wird für die Stromerzeugung unter anderem für die benachbarte Turnhalle genutzt.

Gegenwärtig laufen erste Vorbereitungen an der Mühle. Die alte Mühlentechnik wurde bereits ausgebaut und auf dem Hof zwischengelagert, andere Räume werden Schritt für Schritt entrümpelt und entkernt. „Im September geht es dann richtig los“, stellt Michael Suhr, Geschäftsführer der Atrium Baugesellschaft in Aussicht. „Aber die Grundsubstanz der Mühle ist gut.“

Annähernd drei Millionen Euro wollen die Leipziger in die energieeffiziente Sanierung investieren und greifen dabei auf Erfahrungen mit ähnlichen Objekten wie der Gohliser Mühle zurück. Dort entstand ein Ensemble aus Kindertagesstätte, Gastronomie und Arztpraxen. „Vom Bautyp her ist es fast 1:1 wie in Pegau“, vergleicht Suhr.

Die alte rustikale Mühlentechnik soll in den Treppenhäusern als Gestaltungselemente wiederverwendet werden

Die alte rustikale Mühlentechnik soll in den Treppenhäusern als Gestaltungselemente wiederverwendet werden.

Quelle: Mathias Bierende

Geplant ist für die Untermühle ein familienfreundliches, barrierefreies Wohnen auf vier Etagen. 14 Miet- beziehungsweise Eigentumswohnungen zwischen 80 und 100 Quadratmetern sollen hier entstehen, ein Teil davon mit bodengleichen Duschen und Parkett. Zum Elstermühlgraben hin sowie auf der Ostseite bekommt das Haus kleine Balkone. „Darüber haben wir lange mit dem Denkmalschutz verhandelt“, berichtet der Geschäftsführer und ist froh über das positive Ergebnis.

Ein Fahrstuhl verbindet die einzelnen Stockwerke miteinander, und in den beiden Treppenhäusern soll die rustikale Mühlentechnik als Gestaltungselemente Wiederverwendung finden. Sie schlägt den Bogen zur Historie des Gebäudes, erinnert an seine Geschichte. Außerdem werden vor dem Haus Stellplätze ausgewiesen und es gibt zwei Privatgärten. Im Juli nächsten Jahres soll die Untermühle bezugsfertig sein.

Für Michael Suhr und sein siebenköpfiges Team ist die Untermühle Pegau das erste große Bauvorhaben in ländlicher Region. „Wenn Leipzig keine Flächen zur Verfügung stellt, geht es ins Umland“, kommentiert er seine Erfahrungen in der Großstadt. „Mit der Stadt Pegau ist ein sehr gutes Arbeiten auf Augenhöhe, alle sind sehr kooperativ. Das würde ich mir von Leipzig auch manchmal wünschen.“ Wenn sich die Sanierung gut anlässt und das Vorhaben läuft, sei Atrium sogar „offen für Weiteres in der Stadt“.

Von Kathrin Haase

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