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Borna Wohngebiet Grüne Harfe hat jetzt eine Anbindung an Borna-Nord
Region Borna Wohngebiet Grüne Harfe hat jetzt eine Anbindung an Borna-Nord
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15:31 24.05.2016
Bornas Oberbürgermeisterin Simone Luedtke während der Freigabe der Straße im Gespräch mit Projektentwickler Bert P. Giesen (v.l.) Quelle: André Neumann
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Borna

Seit Dienstag verfügt das Wohngebiet an der ehemaligen Brikettfabrik Witznitz über eine Straßenanbindung an Borna-Nord mit einer Einmündung in die Pawlowstraße. Stadtverwaltung, Projektentwickler, Insolvenzverwalter, Medienträger und Baubetrieb gaben das letzte Straßenstück, das zur Anbindung noch fehlte, am Vormittag frei. Bisher war das Wohngebiet ausschließlich über die Witznitzer Werkstraße zu erreichen. Lediglich Fußgänger und Radfahrer erreichten Borna-Nord auf kurzem Weg über einen Trampelpfad durch den noch nicht erschlossenen Teil des Wohngebietes.

Der Bau hatte Ende Januar begonnen, zwei Monate später waren die Medien verlegt und die Fahrbahn fertig, als der Bau noch einmal ins Stocken geriet und gut ein Monat bis zum Weiterbau verging. Über die Gründe wollte Lothar Kischkel, Geschäftsführer des Bauunternehmens Er-Ti nichts sagen: „Die Sache ist für mich abgehakt und zu einem guten Ende gekommen“, sagte er der LVZ. Offenbar war die Bezahlung des Baubetriebes ins Stocken gekommen.

Die Baukosten sollten unter anderem aus den Grundstücksverkäufen getragen werden. Käufer gab es zwar, doch es haperte an der Abwicklung, bestätigte Projektentwickler Bert P. Giesen. Dessen Unternehmen, die Immobilien-Gruppe VDL Consult, hatte nach Insolvenzen früherer Grundstücksentwickler im Oktober vergangenen Jahres mit der weiteren Vermarktung des Areals begonnen. Seitdem, sagte Giesen anlässlich der Straßenfreigabe, seien 22 Kaufverträge über insgesamt rund 98 000 Quadratmeter rechtskräftig zustande gekommen. Auch die schwierigen Industriebrachen seien laut Giesen, „an professionelle Wohnungsbaugesellschaften veräußert worden, die hier in Verbindung mit der Stadt Borna Wohnträume entwickeln werden“. Übrig seien noch zehn unverkaufte Einfamilienhaus-Grundstücke und rund 8000 Quadratmeter Mischgebietsfläche, die sich einer positiven und soliden Nachfrage erfreuten. Bei der Vermarktung dieser restlichen Flächen werde man „vernünftig und solide“ vorgehen, versicherte Giesen, darauf hätten vor allem die Bewohner ein Anrecht.

Giesen dankte ausdrücklich der Stadtverwaltung Borna, namentlich Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) und Justiziar Daniel Andrae, für „sehr konstruktive und teilweise sogar kreative Zusammenarbeit, ebenso dankte er der Kanzlei von Insolvenzverwalterin Susanne Berner „für das, was Sie im Vorfeld geleistet haben“.

Aus Sicht der Oberbürgermeisterin werte die Straße das Wohngebiet an der ehemaligen Brikettfabrik „erneut auf“. Sie sei zudem froh, dass sich die anfänglichen Befürchtungen der Anlieger wegen des vom Landkreis eingerichteten Asylbewerberheims in der Lehmbau-Schule in der Praxis nicht bewahrheitet hätten.

Beginnend in voraussichtlich rund zwei Wochen wird die neue Zufahrt für einige Zeit die einzige zum Wohngebiet sein. Die Städtischen Werke Borna Netz (SWB Netz) müssen wegen des Autobahnbaus eine Strom- und eine Gasleitung umverlegen lassen. Für die neuen Stränge wird die Witznitzer Werkstraße auf rund 200 Metern Länge aufgegraben, anschließend wird noch der Graben der ehemaligen Kohlebahn gequert. „Das hätten wir nicht bei halbseitiger Sperrung machen können“, erläuterte SWB Netz-Geschäftsführer Hendrik Franke, warum auch von dieser Seite aus die Anbindung der Grünen Harfe an die Pawlowstraße dringend erforderlich war.

Weiterbauen wird Er-Ti aber auch im Wohngebiet. Ein letztes Stück der Grünen Harfe, welches noch immer nur aus einer Sand-Decke besteht, soll demnächst asphaltiert werden.

Von André Neumann

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