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Wyhra feiert 725 Jahre nach Ersterwähnung

Wyhra feiert 725 Jahre nach Ersterwähnung

Ganz Wyhra ist eine Woche lang in Feierlaune und hat sich prächtig herausgeputzt: Bis zum nächsten Sonntag stehen aus Anlass des 725. Geburtstages an jedem Tag Veranstaltungen auf dem Programm, organisiert und präsentiert von den ortsansässigen Vereinen und Institutionen.

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Renate Göbel, Lisa Wunderlich und Helga Binder (v.l.) mit dem Abschnittsbevollmächtigten Andreas Holleritt vor der St. Stephanuskirche, die zum Auftakt der Festwoche im Mittelpunkt stand. Eine Woche wird jetzt in Wyhra gefeiert bis am Sonntag ein Fei

Quelle: Gislinde Redepenning

Wyhra. Die erste urkundliche Erwähnung des sicherlich weit älteren Ortes geht auf eine Urkunde zurück, die Friedrich von Schönburg 1286 ausstellen ließ, als er das Dorf dem Kloster Geringswalde schenkte. Das liegt 725 Jahre zurück und ist Grund genug, kräftig zu feiern, zumal sich Wyhra durch das Volkskundemuseum und die Neuholländer-Mühle als Anziehungspunkt für Ausflügler einen Namen gemacht hat.Zum gestrigen Auftakt der Feierlichkeiten lud die Kirchgemeinde zu einem Eröffnungsgottesdienst in die St. Stephanuskirche ein. „Die war mit 210 Besuchern voll besetzt, einige mussten sogar draußen stehen", freute sich Andreas Krötzsch, Leiter des Festkomitees, der alle Hände voll zu tun hatte, die von Volkskundemuseumsleiter Hans-Jürgen Ketzer gestaltete Festschrift, Programme und Pins zu verkaufen. Nach mächtigem Andrang bei der Kaffee- und Kuchenausgabe mit musikalischer Untermalung des Zedtlitzer Männerchores zog es die Festgäste erneut in die bis auf den letzten Platz gefüllte Kirche. Die Kunsthistorikerin Dr. Iris Ritschel hielt einen Vortrag über einen weiteren „Jubilar": Der Altar mit einem prächtigen, spätgotischen Schnitzaufsatz wurde im Jahr 1511, also vor genau 500 Jahren, fertiggestellt.Zu den begeisterten Festgästen, als gebürtige Wyhraerinnen auch in Vorbereitung und Organisation eingebunden, gehören Renate Göbel, Lisa Wunderlich und Helga Binder. Ganz besonders freuen sie die drei Damen auf den großen Festumzug am nächsten Sonntag, der die Geschichte ihrer Heimatstadt in 33 historischen Bildern darstellt.Viel Spaß hatten sie im Gespräch mit dem „Abschnittsbevollmächtigten" Andreas Holleritt, der in Original-Uniform bei Volks- und Heimatfesten auftritt, auch den einen oder anderen Strafzettel verteilt und einfach gerne mit den Menschen ins Gespräch kommt. „Wir sind sehr stolz darauf, was hier mit viel Lust und Liebe geschaffen wurde", ist sich das Trio einig. „Mehr als 100 lebensgroße Puppen wurden geschaffen und vor die Häuser gesetzt, die alle einen Bezug zu den Bewohnern haben." Da haben sich auch Ines Karig und ihr Partner Mario Wünsche ins Zeug gelegt. Die Heilpraktikerin für Mensch und Tier hat ihrer Figur Akupunkturnadeln und Fläschchen mit homöopathischen Mitteln in die Hände gebastelt und lässt ihr Pferd Shannon über die Mauer schauen. „Wir sind vor vier Jahren aus Borna hergezogen und haben es nicht einen Tag bereut", erzählen die beiden. „Das Dorfleben ist sehr schön, es ist immer etwas los und wir wurden gleich voll integriert."Der heutige Montag gehört den Kleingärtnern der Anlage Friedenshain, die in diesem Jahr 60 Jahre alt wird. Sie laden zur Besichtigung, zum Kegeln sowie zu einem gemütlichen Abend bei Rostern und Getränken ein. Am Dienstag steht der Verein Historische Kraftfahrzeuge und Feuerwehrtechnik im Mittelpunkt des Geschehens, wenn er durch die Ausstellung führt und über seine Geschichte informiert. Um 19 Uhr wird das alte Landkino wieder eröffnet, bei freiem Eintritt werden historische Filme gezeigt. „Wenn das Interesse groß genug ist, wird es vielleicht wieder regelmäßig genutzt", mutmaßt Andreas Krötzsch.Nach dem Mühlentag am Mittwoch, dem Tag der Freiwilligen Feuerwehr am Donnerstag und dem Freitag mit Spiel, Spaß und Unterhaltung rund ums Volkskundemuseum steht am Sonnabend, 3. September, der Höhepunkt an: Alle Aktionen der Woche stehen gleichzeitig offen, dazu locken Handwerkermarkt und Aktionen für Kinder, kulturelle und musikalische Angebote sowie ein Höhenfeuerwerk und Tanz bis in die frühen Morgenstunden.

Gislinde Redepenning

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