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ZBL-Kalkulation sieht nahezu stabile Preise für Trink- und Abwasser vor

ZBL-Kalkulation sieht nahezu stabile Preise für Trink- und Abwasser vor

"Alle Jahre wieder" stimmt für den Zweckverband Wasser/Abwasser Bornaer Land (ZBL) zwar nicht. Doch fast jedes zweite Jahr macht er es kurz vor Weihnachten spannend, weil über neue Gebühren abgestimmt wird.

Borna. Diskussionen gab es auch diesmal reichlich im Vorfeld. Zur Verbandsversammlung am Dienstag, Beginn 17 Uhr, stehen in der Geschäftsstelle Blumrodapark aber fast stabile Preise zum Beschluss, kündigt Betriebsleiter Michael Spitzner an.

In der letzten Versammlung gingen die Vorstellungen der Verbandsräte aus den Kommunen über die Gebührenkalkulation fürs Trinkwasser auseinander. Ute Reuther aus Kitzscher hielt ein Zahlenwerk für 2016 nicht für belastbar, da zusätzliche Kosten von 600 000 Euro auf den Verband zukommen, wenn die Kündigung der Fernwasserversorgung nicht genehmigt wird. Peter Fröhlich aus Groitzsch sprach sich erneut für die Abschaffung der Grundgebühr (einst Zählergebühr) aus, wobei er ihr Absenken über mehrere Jahre vorschlug.

Speziell die Frage, ob die Kalkulation für ein oder zwei Jahre bestätigt werden soll, beschäftigte die Verbandsräte. Laut Spitzner, dessen ZBL-Verwaltung das Zahlenwerk in Jahresscheiben vorgelegt hatte, müsste die Mengengebühr von jetzt 1,79 Euro pro Kubikmeter Trinkwasser für 2015 auf 1,93 Euro steigen und könnte für 2016 auf 1,53 Euro fallen. Für die Gesamtzeit der 24 Monate sei ein Mittelwert von 1,73 Euro möglich. Der stellvertretende ZBL-Vorsitzende Henry Graichen (CDU), Bürgermeister von Neukieritzsch und Leiter der Versammlung, befand eine "gewisse Konstanz für Bürger und Firmen" als wichtig. Bei einer Probeabstimmung ging die Tendenz zur zweijährigen Kalkulation.

Entschieden werden muss zudem noch, ob die Variante dieser einheitlichen oder einer gestaffelten Mengengebühr angewendet wird. Bei Letzterer soll nach dem Entwurf 1,77 Euro pro Kubikmeter Trinkwasser für die meisten Verbraucher fällig werden. Lediglich ein Unternehmen in der Region, das jährlich rund 160 000 Kubikmeter abnimmt, würde in den Genuss des Rabatts kommen. "Das entspricht dem Verbrauch von fast 1000 Bürgern, wobei dem Verband aber ein Großteil der Kosten erspart bleibt", sagte Betriebsleiter Spitzner.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.12.2014
Olaf Krenz

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