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Borna ZBL will im Februar über Enthärtung in Kesselshain entscheiden
Region Borna ZBL will im Februar über Enthärtung in Kesselshain entscheiden
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00:18 02.01.2017
Kalkablagerung an einem Wasserhahn. Im ZBL wird derzeit über den Einbau einer Enthärtungsanlage im Wasserwerk Kesselshain diskutiert. Quelle: Wolfgang Sens
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Borna

Im Gebiet des Versorgungsverbandes Wasser/Abwasser Bornaer Land (ZBL) kann ein Teil der Bürger möglicherweise in absehbarer Zeit weicheres Wasser aus dem Hahn zapfen. Der Einbau einer Wasserenthärtungsanlage im Wasserwerk Kesselshain scheint nach der jüngsten Diskussion in der Verbandsversammlung wahrscheinlicher geworden zu sein. Das Vorhaben steht mit 756 000 Euro sogar schon im gerade beschlossenen Wirtschaftsplan. Allerdings, sagt ZBL-Geschäftsführer Michael Spitzner, gebe es dazu eine Protokollnotiz, wonach über die Investition erst noch ein gesonderter Beschluss zu fassen ist. Mit der Anlage soll in den Gebieten, die nicht mit dem weicheren Fernwasser versorgt werden, der Härtegrad auf ein vergleichbares Maß gesenkt werden. Das betrifft derzeit rund 34 500 Einwohner.

Die Betriebskosten, wozu auch die nötige Entsorgung des bei dem Prozess entstehenden Abwassers gehört, würden sich mit acht Cent auf die Trinkwassergebühren im gesamten Verbandsgebiet niederschlagen. Was laut Spitzner nicht heiße, das der Trinkwasserpreis genau um jene acht Cent steigen müsse, da in die Kalkulation, die alle zwei Jahre vorgenommen wird, auch andere Faktoren einfließen würden.

Dennoch kommen Vorbehalte gegen das Vorhaben vor allem aus jenen Verbandskommunen, in denen mit dem weicheren Fernwasser insgesamt rund 26 500 Einwohner versorgt werden. Dort würde der Preis steigen, ohne, dass sich das Wasser verbessert. So wollten die Vertreter von Groitzsch wissen, ob alle Alternativen geprüft seien und ob es keine günstigere Lösung gebe. Auch der Anfall von rund 150 000 Kubikmetern Abwasser im Jahr wurde als negative Begleiterscheinung kritisiert. In Elstertrebnitz soll der Gemeinderat demnächst zu dem Thema beraten, der Bürgermeister hat sich bereits ablehnend geäußert.

Spitzner ging in seiner Argumentation noch einmal auf den schon vor rund einem Jahr beantragten Anschluss der östlichen Verbandskommunen ans Fernwasser ein. Damit würden immer noch rund 25 000 Einwohner nicht erreicht. Vertreter von Kitzscher und Borna appellierten daher erneut an den Solidargedanken im Verband und plädierten für qualitativ gleiches Wasser für alle Verbraucher.

Eine Entscheidung über den Einbau der Enthärtungsanlage soll nun frühestens auf der nächsten Verbandsversammlung im Februar fallen. Bis dahin muss die Geschäftsführung allerdings noch einmal rechnen. Es soll nämlich geprüft werden, ob der Bau einer Leitung von der jetzigen Fernwasser-Übergabestelle bei Rötha bis zum Wasserwerk Kesselshain, wo das Wasser gemischt werden könnte, eventuell günstiger kommt, als der Einbau der Anlage. Allerdings wäre der Effekt nicht der gleiche. Denn beim Mischen des härteren mit dem weicheren Wasser kommt natürlich nicht dessen niedriger Härtegrad heraus, sondern ein mittlerer.

Von André Neumann

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