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Borna Zahl der Straftaten zurückgegangen
Region Borna Zahl der Straftaten zurückgegangen
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16:35 19.05.2015

Allerdings gibt es mit 103 Straftaten auf 1000 Einwohner in Borna wesentlich mehr Straftaten als in anderen Orten des Landkreises. Die Aufklärungsquote liegt bei 56,8 Prozent.

Um zwei bis drei Prozent ist die Zahl der Straftaten in der Stadt im letzten Jahr zurückgegangen. "Das ist ein schöner Wert", sagte Müller, der seit Jahresbeginn Chef des neuen, vergrößerten Polizeireviers Borna ist. Allerdings war diese Zahl in den beiden Vorjahren jeweils um mehr als zehn Prozent gestiegen. Mit 103 Straftaten, gerechnet auf 1000 Einwohner, liegt Borna zwar weit unter der Großstadt Leipzig (130 auf 1000 Einwohner), aber auch weit über den Werten anderer Städte, die zum Bereich des Bornaer Polizeireviers gehören. So werden in Geithain 54 Straftaten auf 1000 Einwohner registriert, in Kohren-Sahlis sind es 70. Der Durchschnittswert liegt im Revierbereich bei 66. Müller betont, dass der so genannte Häufigkeitswert in Borna auch dadurch steigt, "dass die Stadt Einwohner verliert". Als Berechnungsgrundlage für die Polizeistatistik waren die Ordnungshüter von 19 816 Einwohnern in Borna ausgegangen.

Angestiegen ist im letzten Jahr die Zahl der Einbrüche in Wohnungen. Waren es im vorvergangenen Jahr 18 Einbrüche, so stieg deren Zahl 2012 auf 27. Wohnungseinbrüche hätten eine besondere Bedeutung für die Betroffenen, so der oberste Bornaer Polizist. "Das ist immer auch ein immensen Einbruch in der Lebensqualität."

Positiv sei dagegen der Rückgang bei Körperverletzung und Raubüberfällen. Hier wurden im letzten Jahr 14 Delikte gezählt. Dagegen nimmt die Zahl der Fälle von Betrug im Internet, etwa durch die Verwendung gefälschter Personalien beim Versandhandel zu. Und sie erfordert einen höheren Ermittlungsaufwand, sagte Müller. Delikte wie Brandstiftung spielen in Borna dagegen so gut wie keine Rolle.

Eine Zunahme verzeichnet die Polizei bei Rauschgiftdelikten. Das waren etwa 20 Prozent mehr, wobei sich hier auch auswirke, dass die Polizei stärker kontrolliere. Ohne Kontrollen gäbe es keine entsprechenden Feststellungen. Dabei gehe die Polizei in der Regel davon aus, "dass ein Süchtiger ein Kranker ist". Die bräuchten Geld, weshalb sie Straftaten begingen, um Drogen zu bezahlen, teilweise auch mit Hehlerware.

Konstant hoch ist die Zahl der Ladendiebstähle, sagte Revierleiter Müller. Dabei seien aber auch die Betreiber von Geschäften und Märkten gefordert, etwa durch den Einsatz von Ladendetektiven.

Von Bedeutung ist auch der Diebstahl von Kraftstoff. Der gelte zwar bis hin zur Justiz als Kavaliersdelikt, habe aber durchaus gravierende Folgen. Dabei gehe es nicht nur um den Wert des gestohlenen Diesels, der vielleicht bei 50 Euro liege. In Betracht müsse auch der Ausfall der Baumaschine gezogen werden. Beim Dieseldiebstahl seien sowohl Jugendliche aus der Umgebung als auch aus Leipzig und in zunehmendem Maße Ausländer aktiv. Dagegen, so Müller, gehe die Häufigkeit von Buntmetalldiebstählen etwas zurück

Müller prognostizierte, dass die Kriminalität in diesem Jahr zurückgehen werde.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.06.2013

Nikos Natsidis

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