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Borna Zahl der Todesopfer bei Unfällen im Landkreis Leipzig steigt
Region Borna Zahl der Todesopfer bei Unfällen im Landkreis Leipzig steigt
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11:16 28.06.2016
Geschwindigkeitskontrollen sollen auch künftig zur Unfallreduzierung beitragen.
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Borna/Grimma

Die Zahl der Verkehrsunfälle ist im Landkreis Leipzig im vorigen Jahr gestiegen. Das entspricht nach Angaben des Landratsamtes dem bundesweiten Trend. So wurden im Jahr 2015 insgesamt 5359 Unfälle registriert, 165 mehr als im Jahr zuvor. Das entspricht einer Steigerung von drei Prozent. Bei Verkehrsunfällen kamen 13 Personen ums Leben, eine mehr als im Jahr zuvor. Zudem gab es 264 Schwerverletzte (17 mehr als 2014) sowie 657 Leichtverletzte (drei weniger als 2014) zu verzeichnen. Erfreulich sei der Rückgang bei Unfällen mit Kindern. Deren Zahl sank von 2014 um 16 auf 66 im vorigen Jahr.

Diese Daten stammen aus den Beratungen der Verkehrsunfallkommission des Landkreises Leipzig. Sie setzt sich zusammen aus Vertretern der Polizei, des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (LASuV), der Großen Kreisstädte und des Straßen- und Hochbauamts sowie dem Bereich allgemeine Sicherheitsaufgaben, zu dem die Geschwindigkeitsüberwachung gehört, sowie dem Straßenverkehrsamt des Landkreises Leipzig. Schwerpunkt der Beratungen bilden die Unfallhäufungsstellen, die entsprechend der Anzahl der Unfälle und deren Schwere nach einem Punktesystem bewertet werden, heißt es aus dem Landratsamt.

Der Polizei-Statistik zufolge gibt es derzeit 34 Unfallhäufungsstellen im Landkreis Leipzig. Neun davon kamen im letzten Jahr neu dazu. Am häufigsten krachte es an der Kreuzung S 43/K 8351 an der Umgehungsstraße Brandis, der Autobahnzufahrt Klinga in Richtung Leipzig auf der S 45 sowie der Autobahnzufahrt Naunhof in Richtung Leipzig. Hinzu kommen die so genannten Teichkurven auf der B 6 bei Deuben, das Eschefelder Kreuz und in Pegau die Ausfahrt auf die B 2 in der Leipziger Vorstadt. Um die Unfallzahlen zu verringern, setzt das Straßenverkehrsamt weiterhin auf Geschwindigkeitskontrollen. So sollen künftig häufiger Blitzer auf der S 43/K 8361 zwischen Threna und Fuchshain, am Abzweig Eula auf der B 95 sowie an der Ampel an der B 95 in Höhe des Margarethenhains in Espenhain stehen. Verstärkte Geschwindigkeitsmessungen sind zudem an den Deubener Teichkurven, am Eschefelder Kreuz und an der B-2-Ausfahrt in Pegau vorgesehen. In Pegau prüft das LASuV zudem die Möglichkeit, eine Ampel zu installieren.

Dass die Blitzer zu einer Verringerung der Unfallzahlen führen können, wird an der Einmündung der Gartenallee in Machern auf die B 6 deutlich. Dort war es bis vor einigen Jahren immer wieder zu zahlreichen Unfällen gekommen. So wurde hier im Jahr 2009 neun Unfälle registriert, bei denen insgesamt sechs Personen verletzt wurden. Grund dafür war nach Angaben des Straßenverkehrsamtes zu hohe Geschwindigkeit. Dort stehen längst stationäre Blitzer, weshalb es trotz 20 000 Geschwindigkeitsübertretungen im Jahr nicht mehr zu schweren Unfällen kommt.

Die Verkehrsunfallkommission des Landkreises Leipzig untersuche jede Unfallhäufungsstelle in der Regel vor Ort, heißt es aus der Landkreisverwaltung weiter. In den vergangenen Jahren erfolgten dabei verkehrsrechtliche und bauliche Maßnahmen wie die doppelte Aufstellung von Stoppschildern oder die Schaffung von Rüttelstreifen. Für die B-6-Kreuzug Am Birkenhof in Wurzen ist die Planung eines Kreisverkehrs die Konsequenz. Durch derartige Veränderungen seien 15 Stellen, an dene sich die Unfälle häuften, aus der Statistik gefallen.

Bisweilen sei aber auch zu gute Sicht für die Kraftfahrer eine verstärkte Unfallursache. Das führe dazu, dass die Geschwindigkeit auf der Hauptstraße oftmals unterschätzt werde. Deshalb wurde etwa Am Birkenhof in Wurzen auf den Schutzplanken Sichtschutz montiert, was zu einem Unfallrückgang führte. Wurden hier vor sieben Jahren noch neun Unfälle mit sechs Verletzten registriert, krachte es 2015 nur noch zweimal, wobei eine Person verletzt wurde.

Mit 19 Prozent sind Wildtiere im Landkreis Leipzig Hauptunfallursache. Die Zahl der Wildunfälle stieg von 943 auf 1040. Bereits im Jahr 2014 diskutierte die Verkehrsunfallkommission mit einem Vertreter des Jagdverbandes über die Anbringung von Wildwarnreflektoren. Inwieweit das Erfolg hatte, sei aber noch unklar.

Von Nikos Natsidis

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