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Borna Zahnarztpraxis zieht von Espenhain nach Rötha
Region Borna Zahnarztpraxis zieht von Espenhain nach Rötha
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00:23 12.02.2018
Im Espenhainer Gemeindezentrum bekommt Allgemeinmedizinerin Annette Jahn vorerst keinen Zahnarzt als Nachbarn. Quelle: André Neumann
Rötha/Espenhain

Vorteil für Rötha, Espenhain hat das Nachsehen: Seit diesem Monat gibt es in dem Röthaer Ortsteil keinen Zahnarzt mehr. Die Praxis Dr. Dajka und Dr. Dajka, die bisher neben ihrer Praxis in Markkleeberg auch in Räumen in der Grundschule in Espenhain ihre Patienten behandelte, ist von hier nach Rötha umgezogen. Und das, obwohl für die Grundschule noch ein Mietvertrag bis Ende September besteht, wie Bürgermeister Stephan Eichhorn (parteilos) der LVZ auf Anfrage bestätigte. Ob die Miete bis dahin weiter gezahlt wird, will der Bürgermeister öffentlich nicht sagen, das sei „Sache zwischen dem Mieter und uns.“ Die Stadt bedauere, dass Espenhainer jetzt weitere Wege haben, sei aber zugleich froh, dass in Rötha Entlastung geschaffen werden konnte.

In Rötha bezog die Praxis Dajka in der Straße der Jugend die Räume der ehemaligen Praxis von Dr. Elisabeth und Dr. Thomas Jeschky, die Ende vorigen Jahres geschlossen hatte. Wie berichtet waren die beiden Röthaer Zahnärzte in den Ruhestand gegangen. Damit ist die Versorgung in Rötha nach einem guten Monat Unterbrechung fast nahtlos weitergegangen, während die Espenhainer jetzt einen weiteren Weg haben.

Mit dem Umzug dürfte sich auch die Hoffnung auf die Ansiedlung der Praxis im ehemaligen Gemeindezentrum zerschlagen haben. Diesbezügliche Bemühungen gab es nach Darstellung von Stadträten schon, als Espenhain noch selbstständige Gemeinde war. Später hatte die Stadt in dem Gebäude im Wolfschlugener Weg sogar schon Umbauten für die Zahnarztpraxis vornehmen lassen. Die seien „auf Hinweise und auf die Wünsche“ der Zahnärzte hin erfolgt, sagte der ehemalige Röthaer Bürgermeister Ditmar Haym der LVZ. Der zugleich bedauerte, dass die Absprachen seinerzeit nur lose mündlich erfolgt seien, es nie zu einer schriftlichen Vereinbarung gekommen sei. Die Praxisinhaber machten schließlich die schlechte Internetversorgung für ihre Entscheidung gegen das Gemeindezentrum Espenhain verantwortlich.

In der ehemaligen Kinderkrippe praktiziert seit knapp 25 Jahren die Allgemeinmedizinerin Anette Jahn. Auch die hatte schon mit einem weiteren Mediziner im Haus gerechnet. Im Juni vorigen Jahres hatte der Röthaer Stadtrat entschieden, das Gebäude an den Sohn der Ärztin zu verkaufen. Da der Verkauf bisher noch nicht vollzogen wurde, konnte der neue Eigentümer noch nicht offiziell um einen Mieter werben. Annette Jahn gibt die Hoffnung derweil nicht auf, dass sich ein Kollege oder eine Kollegin in den weitgehend vorgerichteten Praxisräumen ansiedeln wird.

Von André Neumann

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