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Borna Zedtlitzer Pfarrscheune: Pfiffige Ideen gefragt
Region Borna Zedtlitzer Pfarrscheune: Pfiffige Ideen gefragt
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00:36 21.06.2015
Die Pfarrscheune Zedtlitz hat viel Potenzial - Heike Schlenzig (l.) und Beate Schelmat-von Kirchbach haben viele Ideen für die Nutzung der Räume. Quelle: Jens Paul Taubert
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Seit ihrer Einweihung 1998 fanden in dem 280 Quadratmeter großen Fachwerkhaus zahlreiche Veranstaltungen statt - von privaten Feierlichkeiten wie Hochzeiten, Taufen, Jugendweihen und Geburtstagen bis hin zu kirchlichen Festen, aber auch Barkeeper-Seminaren, Vorträgen, Lesungen, Friedensnächten, Konzerten, Ausstellungen und Weihnachtsfeiern. Doch in letzter Zeit ist es ruhiger um sie geworden.

Das Kirchspiel Neukirchen erarbeitet derzeit ein neues Nutzungskonzept, um die Pfarrscheune wieder stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Den Anfang machen die Johannisandacht am 24. Juni ab 19 Uhr und eine geplante Ausstellung des Neukirchener Hobbyfotografen Wolfgang Quapp. Pfarrerin Beate Schelmat-von Kirchbach: "Es ist alles noch im Aufbau. Unser Ziel ist es, die Scheune vielen Leuten zugängig zu machen, denn es ist ein sehr schönes Haus, und was mir sehr am Herzen liegt, es ist barrierefrei und daher auch für Rollstuhlfahrer geeignet. Inklusion ist mir ein wichtiges Thema, da geht mir das Herz auf."

Die Pfarrerin könne sich Selbsthilfegruppen vorstellen, die hier regelmäßig zusammenkommen, oder Hausmusik und Lesungen. Während die obere Etage an einen Tagesvater vermietet ist, bietet das Erdgeschoss viel Platz im großen Gemeinderaum, der kleinen Küche, den Sanitärräumen und einem kleineren Raum.

Die Pfarrscheune wurde nach einem Brand im Jahr 1993 neu errichtet und 1998 feierlich eingeweiht. Dabei kamen unter anderem Bauteile eines Hofes aus dem überbaggerten Breunsdorf zum Einsatz. Eine architektonische Besonderheit ist hier die geschlossene Fassade mit wenig Fenstern; dadurch bleibt der ursprüngliche Charakter des Gebäudes erhalten. Wichtig war bei der Gebäudeumsetzung vor nunmehr 17 Jahren die gleiche Ausrichtung. Das heißt: Die Seite, die in Breunsdorf nach Westen zeigte, ist in Zedtlitz auch wieder gen Westen gerichtet. Die Scheune wurde aber nicht identisch rekonstruiert. Sie ist nun schmaler und kürzer. Marode Balken wurden aus statischen Gründen durch neue ersetzt. Im Gemeinderaum ließ die Architektin Elvira Kostmann hinter der Mauer noch eine Ziegelwand für die bessere Wärmedämmung hochziehen.

Wer sich für die Pfarrscheune als Veranstaltungsort interessiert, kann sich an die kirchliche Angestellte Heike Schlenzig wenden, erreichbar unter Telefon 0173/9585787.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.06.2015
Kathrin Haase

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