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Borna Zehn Groitzscher Ortsteile sollen schnelleres Internet bekommen – zum Teil nur 1 Mbit
Region Borna Zehn Groitzscher Ortsteile sollen schnelleres Internet bekommen – zum Teil nur 1 Mbit
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16:40 19.08.2016
Auch im Groitzscher Ortsteil Obertitz könnte das Internet in absehbarer Zeit deutlich schneller werden. Dann surfen die Bewohner mit bis zu 50 Mbit/s durch`s weltweite Netz.   Quelle: Andreas Döring
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Groitzsch

In zehn Groitzscher Ortsteilen geht es bald deutlich schneller zu, was die Arbeit am Computer betrifft. Wenn der Stadtrat im September grünes Licht gibt, könnte die Telekom kurz darauf mit den Arbeiten für die Breitbandversorgung beginnen. Innerhalb der kommenden 18 Monate soll die stehen und bis zu 50 Mbit/s in den angeschlossenen Haushalten gewährleisten.

316 Haushalte sind derzeit noch ziemlich lahm im weltweiten Netz unterwegs. Mal eben Fotos runterladen oder fix ein Hotelzimmer buchen, ist für die Bewohner der Ortsteile Hohendorf, Langenhain, Oellschütz, Nehmitz-Kleinhermsdorf, Berndorf, Obertitz, Cöllnitz, Nöthnitz und Hemmendorf schlicht ein unerfüllter Wunsch. Doch der könnte nun bald in Erfüllung gehen, die Stadtverwaltung verhandelte kürzlich mit der Telekom. Insgesamt hatten nach der Ausschreibung drei Anbieter ihr Interesse bekundet, letztlich aber blieb nur das eine Telekommunikationsunternehmen übrig. Und das setzt bei der Internetversorgung auf das sogenannte Vectoring. „Das heißt, dass nur die vorhandenen Schaltgehäuse erneuert und an das Glasfasernetz angeschlossen werden“, erklärt Groitzschs Bürgermeister Maik Kunze. Durch aktive Technik in den neuen Schaltgehäusen würden die Signale vom Glasfaserkabel an die vorhandenen Kupferleitungen, die zu den Grundstücken führen, übergeben.

Doch mit dieser Technik tauchte ein Problem auf, das noch nicht endgültig gelöst ist: die Finanzierung. Zwar hatte die Stadt bereits im März einen Fördermittelbescheid über rund 240 000 Euro aus dem Landesprogramm „Digitale Offensive Sachsen“ erhalten, doch das Vectoring sei laut Kunze nicht förderfähig. Die EU-Kommission prüft das derzeit, da sie von einem Wettbewerbsvorteil für die Telekom ausgeht. Der Stadt bleibt jetzt nur, das Ergebnis der Prüfung abzuwarten und bei einem negativen Bescheid auf eigene Mittel zurückzugreifen.

Eine Untersuchung im Rahmen der Digitalen Offensive Sachsen hatte bereits vor mehreren Monaten ergeben, dass in den genannten Ortsteilen der dringendste Bedarf für eine bessere Internetversorgung besteht. Insbesondere ist es der Stadtverwaltung wichtig, dass bis zu 50 Mbit erreicht werden. Mitte 2015 betrug die Versorgung mit mindestens 50 Mbit/s in der Stadt Groitzsch nur 5,8 Prozent. „Und in den entsprechenden Ortsteilen gibt es derzeit zuweilen nicht einmal ein Mbit/s“, sagt Andreas Müller, stellvertretender Sachgebietsleiter Bauverwaltung und unter anderem zuständig für die IT. Teilweise könnten die Bewohner schon froh sein, wenn die ISDN-Geschwindigkeit erreicht werde. Die mangelhafte Versorgung mit schnellem Internet war in den vergangenen Monaten immer wieder Thema im Stadtrat gewesen und angeprangert worden.

Von Julia Tonne

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