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Zeit drängt: Terpitz soll an den Abwasserkanal

Zeit drängt: Terpitz soll an den Abwasserkanal

Eine halbe Million Euro will der Abwasserzweckverband (AZV) Wyhratal investieren, um Terpitz an die zentrale Entsorgung anzuschließen. Der Kanal soll entlang des Rattebachs verlaufen.

Frohburg. Die Container-Kläranlage, ein über viele Jahre genutztes Provisorium, könnte dann demontiert werden. Das Bauvorhaben ist das größte in diesem Jahr. Doch ob es tatsächlich wie geplant realisiert werden kann, ist noch offen. Mehrere Grundstückseigentümer seien bisher nicht bereit, den Verband auf die nötigen Flächen zu lassen, sagt Peter Hiensch, Technischer Leiter des AZV: "Wir wollen noch einmal persönliche Gesprächen führen, um die Vorbehalte auszuräumen." Denn die Zeit dränge, da die Förderrichtline auslaufen werde.

Die Terpitzer Investition ist die größte des AZV anno 2015. Und es wird wohl auch die größte bleiben auf lange Sicht. Denn das Gros der Investitionen in Kanäle und Kläranlagen habe man in dem Vierteljahrhundert seit der Wende geschafft, sagt Hiensch. Rund 1,2 Millionen Euro nehme man in diesem Jahr noch einmal in die Hand.

Neben Bauvorhaben aber befasse man sich inzwischen mit der Digitalisierung all dessen, was seit der Wende errichtet worden sei. Bis 1996 nämlich gebe es diese Daten nicht in dieser Form; dabei habe man gerade in der ersten Hälfte der neunziger Jahre an die 40 Millionen verbaut, Mark seinerzeit, sagt Hiensch: "In Spitzenzeiten haben wir 20 Maßnahmen gemacht im Jahr."

Dieser Boom verebbe, das Wesentliche sei getan. Im kommenden Jahr stehe noch ein Kanal in Narsdorf auf der Agenda. Er werde in der Oberen Dorfstraße von der Siedlung bis zur Bahnbrücke verlegt, um die Grundstücke an die Narsdorfer Anlage anzubinden - in Verbindung mit dem Straßenbau, den der Landkreis Leipzig verbindlich zugesagt habe. Danach, so der Technische Leiter, "konzentrieren wir uns auf Investitionen, wenn ein Straßenbaulastträger was macht. Dann sind wir im Grunde durch."

Neben der Terpitzer Baustelle soll es in diesem Jahr aber drei weitere, ebenfalls umfangreiche geben. Los geht es am 28. April im Kohren-Sahliser Ortsteil Pflug. Hier werden im Gehwegbereich parallel zur alten B 95, jetzt Staatsstraße 51, Sammler verlegt. Kosten: eine Viertelmillion Euro. Die Kommunalen Wasserwerke Grimma-Geithain nutzen die Gelegenheit, einen Trinkwassserstrang zu ziehen. Bis Mitte Juli werde es Sperrungen geben, auch zeitweilige Vollsperrungen der Staatsstraße, kündigt Hiensch an. Kohren-Sahlis sei aber immer erreichbar, auch wenn der Töpfermarkt sei und der Besucherstrom besonders hoch.

Ist das Bauen in Pflug Geschichte, geht es in Gnandstein erst los. Vom Ortseingang aus Richtung Dolsenhain bis kurz vor die Wyhrabrücke werden erst Kanäle und Leitungen verlegt. Kosten 200 000 Euro. Dann zieht der Landkreis mit dem Straßenbau nach. Dass man im Sommer baue - in einer Zeit, da viele Ausflügler Gnandstein besuchten -, sei der komplexen Umleitungssituation geschuldet, sagt Hiensch. Neben Pflug spiele die geplante Sperrung der Bundesstraße 7 in Roda hinein, und dann beginne entlang der B 7 ja der Bau eines Radweges von Niedergräfenhain nach Geithain. Zudem müsse man auf Schulbusse Rücksicht nehmen. "Es wird Einschränkungen geben, aber die Touristen werden Gnandstein erreichen können."

Im Herbst dann wird in Wüstenhain gebaut. Das kleine Dorf soll wie Terpitz an die zentrale Entsorgung angekoppelt werden. Trotz 200 000 Euro Investitionskosten sei das - auf lange Sicht - die wirtschaftlich vernünftigste Lösung und besser als der Bau vieler Kleinkläranlagen oder einer gemeinsamen Anlage für den Flecken, erklärt Hiensch: "Das Konzept wurde auf einer Einwohnerversammlung bereits besprochen." Die Bauzeit hier: Ende August bis Ende November.

Keine Probleme sieht Peter Hiensch bei der Umstellung der privaten Kleinkläranlagen auf Vollbiologie: "Die Bereitschaft dazu ist grundsätzlich vorhanden." Bis zum Jahresende würden 90 Prozent der Anlagen neu gebaut oder ertüchtigt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.03.2015
Schulreich, Ekkehard

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