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Borna Zeugenhinweise zu Feuerteufel gesucht
Region Borna Zeugenhinweise zu Feuerteufel gesucht
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19:29 23.09.2010
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er Revierchef Michael Kabutke ein. 324 Straftaten gab es im vergangenen Jahr in Pegau, 2008 waren es 320 und 2007 genau 302. Aktuell steht Pegau an vierter Stelle in der Region. Borna führt die Statistik an: Dort kommen 8400 Straftaten auf 100 000 Leute, in Pegau sind es 6917. Während sachsenweit die Aufklärungsquote immer besser wird, sinkt sie in der Elsterstadt. 2008 konnten noch 52 Prozent der Fälle aufgeklärt werden, im vergangenen Jahr waren es nur 44 Prozent.

Ein Schwerpunkt ist der Schrottdiebstahl. „Als die Preise im Keller waren, gab es dieses Phänomen nicht. Jetzt haben sich die Preise wieder erholt, dementsprechend häufen sich die Fälle", sagte Krüger.

Was Stadträte und Bürger zur abendlichen Sitzung interessiert, sind aber vor allem die häufigen Brände. Immer noch ist kein Täter gestellt. „Unsere Feuerwehrkameraden arbeiten wie die Profis, wofür man großen Respekt haben muss", sagte Schwidop. „Aber was sind die Ursachen, dass die Aufklärung so niedrig ist?" Man könne es dem Bürger nicht verübeln, dass er enttäuscht sei von seiner Polizei.

Wie berichtet arbeitet eine spezielle Ermittlungsgruppe an dem Feuer-Phänomen in der Elsterregion. Revierchef Kabutke verstehe, dass die Bürger sich fragen, warum der oder die Täter noch nicht ermittelt und zur Verantwortung gezogen wurden. Sicher gebe es Ermittlungsansätze, „aber die Frage ist immer: Reicht das zu einer Anklage?".

Als großes Problem stellte Kabutke die fehlenden Zeugenhinweise hin. Bisher habe sich zu den Bränden kein einziger Zeuge gemeldet. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass der eine oder andere nichts gesehen hat." Das sei kein Vorwurf, stellte er klar und fügte hinzu: „Oft kann der Bürger nicht einschätzen, wie wertvoll selbst der kleinste Hinweis ist. Viele denken, seine Aussage muss gleich zum Tatverdächtigen führen." Doch das sei nicht der Fall. „Wir brauchen die Hinweise der Bürger, wir sind darauf angewiesen", betonte der Polizist.

CDU-Stadtrat und Pegaus Feuerwehrchef Dietrich Baldeweg vermutet mehrere Täter. Er könne sich nicht vorstellen, dass einer allein acht Zentner schwere Strohballen rollen kann, um dann mehrere zusammen anzubrennen. Die Vielzahl der Einsätze gehe an die Substanz. Entweder die Kameraden seien von Mitternacht bis gegen zwei Uhr im Einsatz oder gegen vier, fünf Uhr am Morgen. Und das oft mehrmals die Woche. „Wir merken, dass wir nachts zum Teil recht wenig Leute sind. Es wäre daher wünschenswert, wenn die Ermittlungen nun mal zu einem Ergebnis kommen", sagte Baldeweg.

Claudia Carell-Domröse

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