Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Zirkus Fernandini setzt in Lobstädt ungeahnte Talente frei
Region Borna Zirkus Fernandini setzt in Lobstädt ungeahnte Talente frei
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:51 08.06.2017
Anzeige
Neukieritzsch/Lobstädt

Nachher hat Milena (9) auch noch Mathe und Deutsch. Doch in den ersten beiden Stunden schnuppern die Viertklässlerin und alle anderen Kinder der Grundschule Lobstädt in dieser Woche Zirkusluft. Hinter dem Schulhaus steht das Zelt des Projektzirkus Fernandini, drin wird fleißig geübt, oder die Kinder schauen sich gegenseitig zu, denn am Freitag wollen sie alle gemeinsam eine Vorstellung geben. Milena, die zur Gruppe der Bodenakrobaten gehört, wird dann auf dem Arm von Zirkusmann Raimond einen Handstand machen. Einmal hat sie den heute schon probiert.

Alle vier Jahre lädt sich die Grundschule einen Projektzirkus ein, dessen Mitarbeiter dann die Kinder trainieren. Auf diese Weise kommt jede Klasse einmal in den Genuss dieses besonderen Unterrichts. „Man sieht dann, was Kinder außer lesen und schreiben noch alles können“, sagt Martina Kullak, die Lehrerin der Klasse drei an der Lobstädter Grundschule. „Es kommen Talente zum Vorschein, die man nicht erwartet hätte“, sagt die Pädagogin. Da macht nicht nur die neunjährige Thessa auf dem Trapez eine gute Figur, so dass sie schon während des Übens mit Zirkus-Ausbilder Felix Beifall von den Lehrerinnen und Mitschülern erhält. Da hat sich auch ein Mädchen, welches in ihrer Klasse eher als schüchtern gilt, für die Clowns-Gruppe gemeldet. Und da zeigen zwei Mädchen, von denen dass Martina Kullak nicht so erwartet hätte, sehr viel Geschick beim Tanzen mit den Hula-Hoop-Reifen. Und bei den Jungs, die als Fakire mit Feuer und Glasscherben auftreten wollen, staunt sie über deren Mut.

Vier Ausbilder des Familienunternehmens Fernandini, welches vor zweieinhalb Monaten schon in Neukieritzsch Station gemacht hatte, kümmern sich um die gut 90 Kinder. Denn neben den knapp 80 Mädchen und Jungen der Grundschule steigen erstmals auch die Vorschüler aus den Kindergärten Lobstädt und Großzössen mit in die Manege. Bisher waren die Kindergartenkinder immer nur Zuschauer, diesmal dürfen sie selbst mit Bauchtanzen und Jonglieren.

Als am ersten Tag die Rollen verteilt wurden, durfte sich jeder aussuchen, was er machen wollte. Das ging auch fast auf. Bei der Nummer mit den Ziegen war der Andrang allerdings deutlich zu groß, so dass es kurz ein paar traurige Gesichter gab.

Anders als sonst haben Zirkusleute und Kinder in der Woche nach Pfingsten nur vier Tage Zeit bis zur Vorstellung am Freitag, 17 Uhr. „Macht aber nichts“, sagt Zirkusfrau Jaqueline Richter nachdem sie mit einer Gruppe das Jonglieren mit Ringen geübt hat: „Dann machen wir halt schneller, die Kinder sind hier alle sehr sportlich.“

Von André Neumann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Familie Hellriegel feierte die letzte Trauung in der Kirche des Dorfes Hain, bei Rudolf Bothung wachsen Rosen auf Erde aus dem von der Kohle verschlungenen Heimatort seiner Kindheit. Am Sonnabend treffen sich in Rötha ehemalige Bewohner von Hain und Kreudnitz.

11.06.2017

Im Bornaer Ortsteil Thräna werden am Sonntag die beiden Jungstörche beringt, welche derzeit im Kamera-Nest auf dem Grundstück von Jörg Spörl am Lindenplatz aufwachsen. Die vier Groitzscher Jungstörche bekamen trotz Dauerregens am Sonntagvormittag in luftiger Höhe Besuch von Dietmar Heyder.

08.06.2017

Kunst trifft Archäologie, heißt es am Freitag in Großstolpen. Der alte Steinzeit-Brunnen, der im Tagebauvorfeld Peres gefunden wurde und nun in einer Halle unter Laborbedingungen freigelegt wird, hat die Australierin Therese Keogh zu einer künstlerischen Arbeit inspiriert. Das Werk wird 14 Uhr öffentlich vorgestellt.

08.06.2017
Anzeige