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Zu Fuß: Bus kommt zu früh oder zu spät

Zu Fuß: Bus kommt zu früh oder zu spät

Die Anpassung der ThüSac-Stadtbusse an den Fahrplan der Deutschen Bahn bedeutet für Schüler eine Verschlechterung. Davon ist LVZ-Leserin Anke Illing überzeugt.

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An der Schwimmhalle fährt 7.19 Uhr ein Bus, mit dem sich das Gymnasium pünktlich erreichen lässt.

Quelle: Thomas Kube

Borna. Seit der Umstellung der Busfahrpläne setzen sich die Busse für ihre Tochter entweder zu früh oder zu spät in Bewegung. Offenkundig ein Interessenkonflikt, sagt die ThüSac.

Die Stadtbusse beförderten im Jahr 2010 noch 385 000 Personen im Stadtgebiet. Im Vorjahr waren es nach Angaben von Martin Hübscher, Bereichsleiter Verkehr bei der ThüSac in Altenburg, mit nur noch 269 000 deutlich weniger (die LVZ berichtete). Der ThüSac-Mann hatte den Rückgang der Fahrgastzahlen mit dem demografischen Wandel begründet. Stimmt nicht, sagt LVZ-Leserin Anke Illing. Die Fahrgastzahlen seien auch deshalb gesunken, weil die Busse von Schulkindern nicht mehr so genutzt werden könnten, wie es bis zur Fahrplanumstellung im Dezember anlässlich der Eröffnung des Leipziger Citytunnels der Fall war.

Die Mutter einer schulpflichtigen Tochter, die aufs Teichgymnasium geht, berichtet, dass ihr Kind bis Dezember gut und praktisch mit dem Bus, der sich kurz vor 7 Uhr in Borna-West in Bewegung setzte, in ihre Schule kam. Nunmehr aber fahre der Bus entweder 6.24 oder 7.21 Uhr. Mutter Illing: "Fährt meine Tochter dem einen Bus, steht sie eine Stunde vor Schulbeginn vor dem Schultor." Nimmt sie den zweiten Bus, komme ihre Tochter zehn Minuten zu spät. Beides sei "nicht vertretbar". Das bedeute für ihre Tochter, dass sie seit Dezember täglich bei Wind und Wetter eine halbe Stunde bis zur Schule laufen muss. Dabei, so die Mutter, zahle sie 100 Euro für das Schulbusticket, und das seien jetzt "100 Euro für nix". Auf eine Anfrage bei der ThüSac nach Wiedereinführung des 7-Uhr-Stadtbusses habe sie keine Antwort bekommen.

ThüSac-Bereichsleiter Verkehr Hübscher räumt ein, dass es bei der Fahrplanumstellung im Dezember darum gegangen sei, die Abfahrtszeiten von Bus und Bahn aufeinander abzustimmen. Es sei um ein integriertes Angebot im Rahmen des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes gegangen. Ziel sei es, dass Busfahrer die nächste Bahn erreichen. Vorher habe es Beschwerden gegeben, weil genau das nicht möglich war. Was den Fall Illing anbelange, so gebe es einen Bus, der sich 7.18 Uhr am Steigerweg und eine Minute später an der Schwimmhalle in Bewegung setze. "Der ist dann 7.27 Uhr am Breiten Teich", und das könne doch eine Alternative sein.

Anke llling aber hofft "inständig, dass man ein Einsehen hat und wenigstens im neuen Schuljahr den 7-Uhr-Stadtbus wieder einführt". Schließlich stehen ihrer Tochter noch einige Schuljahre bevor.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.05.2014
Nikos Natsidis

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