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Borna Zu Himmelfahrt kräht in Pegau der Hahn
Region Borna Zu Himmelfahrt kräht in Pegau der Hahn
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00:18 29.05.2017
Zu Himmelfahrt krähen in Pegau die Hähne. Sieger-Eigentümer Arndt Winkler (v. l.), den Gewinner-Hahn hat Friedrich Rösel im Arm, Uwe Schlecht folgt auf Platz zwei. Dann die Drittplatzierten Dennis Günther und Max Böhme. Quelle: Foto: Mathias Bierende
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Pegau

Immerhin 35 Interessenten aus dem Pegauer Umland hatten sich zur Himmelfahrts-Meisterschaft im Hähnekrähen eingefunden. Als Steffen Kunert, der Chef des Rassegeflügel- und Rassekaninchenzüchtervereins Pegau und Umgebung, die „Stimmzettel“ austeilte und an den baldigen Start erinnerte, war es kurz vor 8. 30 Uhr. Als die 23 Juroren vor den 23 Wettkampf-Hähnen Platz genommen hatten, gab Kunert das Kommando: „Ab jetzt 30 Minuten, jedes Krähen, kein Gegacker, zählen.“

In den Käfigen die „Wettkämpfer“ mehrerer Rassen, vor den Käfigen die Zähler – Frauen, Männer, Jugendliche. Fremdzählen war Pflicht. Es wurde eigenartig still in der Halle. Dann das erste laute Kikeriki aus dem Käfig Nummer 7. Dann hatte auch die „21“ Luft zum Krähen. Andere schienen dagegen immer noch lustlos.

Warum? „Entweder der Hahn kräht oder eben nicht. Einige haben aber mit der neuen, anderen Umgebung oder mit dem aktuellen Nachbarn ein Problem“, wusste Zuchtfreund Josef Wenk.

Plötzlich meldete sich Nummer 35 von Dennis Günther, und Friedrich Rösel konnte Striche machen. Auch die „33“ stimmte mit ein. „Spät kommt er, aber er kommt“, so Heiko Günther und zog mehrere Striche auf seiner Liste.

Nach 30 Minuten war Schluss. „Die Ergebnisse bitte“, so Kunert. Dann wurde ausgezählt und jede einzelne Urkunde geschrieben.

Sieger 2017 wurde der einjährige Krainkopp von Arndt Winkler. Der Hahn krähte innerhalb von 30 Minuten insgesamt 82-mal. Hat der Hahn auch einen Namen? „Nein.“

Der Hahn von Uwe Schlecht kam mit 57 Anschlägen auf Platz zwei, gefolgt von zwei dritten Plätzen: den gefiederten Lieblingen von Max Böhme und Dennis Günther. Die „Wortmeldungen“ hinunter bis Platz 15 wurden naturgemäß immer weniger, andere Hähne brachten in den 30 Minuten überhaupt keinen einzigen Piep heraus.

Das Wettkrähen solle man bloß nicht zu bierernst nehmen, das passe als Gaudi bestens zum Männertag, sagte Kunert. In diesem Sinne erhob er das Bierglas: „Na dann, Prosit Männer.“

Das aktuelle Wettkrähen wurde im Jahr 1990 am Himmelfahrtstag ins Leben gerufen. Damals saßen die Juroren im Pegauer Stadtteil Carsdorf vor den Käfigen. Danach gab mehrere „Wettkampforte“. Seitdem die Säulenhalle (ehemalige Filzfabrik) dem Verein gehört, krähen die Hähne am Männertagmorgen überdacht.

Von Mathias Bierende

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