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Borna Zufriedene Landwirte
Region Borna Zufriedene Landwirte
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19:13 13.08.2012
Beim Landwirtschaftsbetrieb Kitzscher stand gestern der Weizen nur noch auf 27 von 1050 Hektar, als am Nachmittag André Kunz und Rudolf Kloß das Korn von diesem Feld einholten. Quelle: Jakob Richter
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Rötha/Borna

Die Landwirte in der Region haben zum Teil Spitzenerträge eingefahren und erzielen für ihr Getreide einen sehr guten Preis. Von frank prenzel „Ich habe bisher noch keinen unzufriedenen Landwirt gehört, was die Erträge und Preise betrifft", wagte Dietmar Mühlberg von der Außenstelle Rötha des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie gestern eine erste Bilanz. Im Raum Borna ist das Getreide weitgehend unter Dach und Fach, solche Betriebe wie Auligk, Großstolpen, Pötzschau und Zwenkau haben die Ernte des Korns bereits hinter sich. Im Raum Geithain, der etwa 100 Meter höher liegt und damit in der Vegetation hinterher hinkt, werden die Mähdrescher noch bis zum Wochenende auf den Feldern ihre Runden drehen, schätzt Mühlberg ein. Die Wetteraussichten für diese Woche sind jedenfalls blendend. Danach dürften nur noch „Rest- und Splitterflächen" zum Drusch anstehen. Am 28. Juni war in der Region der Erntestart, und nach teils ergiebigen Niederschlägen bis Mitte Juli gibt es seit dem 21. Juli durchweg gutes Erntewetter. „Der zeitweilige Regen in der Folge hat nicht gestört, weil auch die Reife noch nicht überall erreicht war", so der Landwirtschaftsexperte aus dem Amt in Rötha. Die Wintergersten- und Winterweizenerträge liegen fünf bis acht Dezitonnen je Hektar höher als im vorigen Jahr, verdeutlicht Mühlberg. „Auf guten Böden haben wir Spitzenerträge von 80 bis 90 Dezitonnen." Auf den schlechteren Böden, Kippenflächen zum Beispiel, bunkerten die Bäuche der Mähdrescher 60 bis 70 Dezitonnen je Hektar. Zufrieden sind die Landwirte vor allem auch, weil in diesem Jahr die Preise stimmen. Die Dürren in den USA und Russland und auch die Überschwemmungen in Russland wirken sich aus, die Getreidepreise auf dem Weltmarkt zogen kräftig an. „Sie schwanken zwar von Tag zu Tag", so Mühlberg, aber im Schnitt würden bei Gerste und Weizen mit 22 bis 25 Euro je Dezitonne „sehr gute Preise" erzielt. Zum Vergleich: Im April vorigen Jahres startete der Weizenpreis bei zwölf Euro und nahm im Sommer noch Richtung auf 18 Euro je Dezitonne. Auf der anderen Seite kletterten aber auch die Kosten für Diesel und Dünger, relativiert Mühlberg das gute Ergebnis. Der Gewinn ermögliche es den Landwirten zudem, auch mal wieder in neue Technik zu investieren. „Der Bauer denkt in Generationen", sagt Mühlberg. „Er denkt nicht nur an heute und morgen, sondern auch an übermorgen." Bei Landwirten bleibe das Geld nicht liegen, sondern werde investiert. Die hohen Niederschläge bis 17. Juli haben dem Getreide in der Region kaum geschadet. Auch nicht die Hagel-Unwetter am 12. und 14. Juli. Anders beim Raps. Auf nicht wenigen Feldern hatten die Hagelkörner die Rapsschoten aufgebrochen und teilweise zum Totalausfall geführt. Mühlberg hatte sich nach den Schauern ein Feld bei Lippendorf angesehen: „Der Raps war zu 90 Prozent geschädigt, während beim benachbarten Weizenfeld der Schaden nur fünf Prozent betrug." Der Weizen habe den Hagel besser verkraftet. Die Eiskörner haben vor allem auch dem Zwiebelertrag der Agrargenossenschaft Pötzschau zugesetzt, informiert der Mann vom früheren Landwirtschaftsamt. „Die Ausfälle bei den Zwiebeln sind das Schlimmste, was in unserer Region passiert ist."

Frank Prenzel

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