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Zukunft der Ex-Berufsschule unklar

Zukunft der Ex-Berufsschule unklar

Die Berufsschule am Königsplatz steht seit Wochen im Fokus. Allerdings nicht so, wie es das historische Gebäude aus dem vorletzten Jahrhundert verdienen würde.

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Was aus der ehemaligen Berufsschule am Königsplatz wird, wenn die Asylbewerber ausgezogen sind, ist noch unklar.

Quelle: Thomas Kube

Borna. Seit dem Spätherbst sind dort bekanntlich Asylbewerber untergebracht. Was aus dem Haus wird, wenn die Asylbewerber nicht mehr dort leben, ist allerdings noch unklar.

Landrat Gerhard Gey (CDU) hatte im Vorfeld der Kundgebung der NPD-inspirierten Bürgerinitiative "Wir sind Borna" am Sonnabend noch einmal unterstrichen, dass der Landkreis an seiner Absicht festhalten wolle, die Unterbringung der Asylbewerber in der früheren Bildungseinrichtung Ende März zu beenden. Das Zauberwort heißt dezentrale Unterbringung in Wohnungen, für die etwa die Bornaer Wohnbau- und Siedlungsgesellschaft (BWS) Wohnungen zur Verfügung stellt. Bleibt die Frage, was aus dem Gedäude, das ausgangs des 19. Jahrhunderts zunächst als so genannte Sonntagsschule für Jugendliche diente, werden soll. Schließlich stand das Haus bis November leer, bevor sozusagen über Nacht Unterkunftsmöglichkeiten für Frauen, Männer und Kinder installiert werden mussten.

Zu Debatte stand seit längerem, die ehemalige Berufsschule zum Domizil der Musik- und Kunstschule "Ottmar Gerster" zu machen. Eine Idee, die Schulleiter Klaus-Dieter Anders prinzipiell interessant findet. Er verweist aber darauf, dass das Standortkonzept des Landkreises für seine Einrichtung etwa anderes vorsieht.

Auch Thomas Voigt (SPD), Zweiter Beigeordneter im Landkreis, kann der Vorstellung, die Musikschule in der Perspektive am Königsplatz unterzubringen, etwas abgewinnen. "Das wäre durchaus wünschenswert." Allerdings seien die Weichen anders gestellt. So sei daran gedacht, die Musikschule, die zum 1997 gegründeten Kommunalen Eigenbetrieb Kultuseinrichtungen gehört und in den vergangenen Jahren fast eine halbe Million Zuhörer erreicht hat, in der Deutzener Straße unterzubringen. Dort gibt es immerhin ein ausgebautes Verwaltungsgebäude, in dem im Jahr 2001 die damals neugewählte Landrätin Petra Köpping (SPD) demonstrativ ihren ersten Amtssitz in der alt-neuen Kreisstadt Borna nahm.

Die Sprecherin des Landratsamtes, Brigitte Laux, verweist darauf, dass "die weitere Nutzung des ehemaligen Berufsschulzentrums in der Bornaer Königstraße noch offen" ist. Vor einem Dreivierteljahr war das Gebäude im Amtsblatt des Landkreises vorgestellt worden, weil es der Landkreis veräußern wollte. Immerhin hätten sich zwei Interessenten gefunden, "mit denen es bereits Gespräche gab".

Da derzeit das Konzept zur Unterbringung der Kreisverwaltung überprüft werde, sei eine künftige Nutzung für die Landkreisverwaltung oder die Eigenbetriebe wie das Kommunale Jobcenter oder die Musikschule noch nicht ganz vom Tisch. Laux weiter: "Eine klare Aussage zur Weiternutzung ist aber derzeit noch nicht möglich."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.01.2014
Nikos Natsidis

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