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Borna Zukunft des Apart-Hotels in Böhlen ist unklar
Region Borna Zukunft des Apart-Hotels in Böhlen ist unklar
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07:00 12.04.2017
Bis vor wenigen Wochen noch diente das Apart-Hotel in Böhlen als Flüchtlingsunterkunft. Heute ist die Zukunft des Hauses unklar. Quelle: Andreas Döring
Böhlen

Seit einigen Tagen steht das einstige Apart-Hotel in Böhlen vollständig leer. Die letzten hier untergebrachten Asylbewerber sind mittlerweile dezentral in der Stadt oder an anderen Orten untergebracht worden. „Wie es jetzt mit dem Gebäude allerdings weitergehen soll, ist noch unklar“, sagt Brigitte Laux, Sprecherin des Landratsamtes. Wie berichtet, hatte der bisherige Betreiber Pro Shelter vom Landratsamt die Kündigung für die Betreibung der Einrichtung erhalten, weil Brandschutzauflagen nicht erfüllt worden seien.

Seit Anfang April 2016 wurde das frühere Hotel an der Leipziger Straße als Asylbewerberunterkunft genutzt, davor diente es als Erstaufnahmeeinrichtung, um das in Chemnitz zu entlasten. Erstmals wurden im Januar 2015 hier Flüchtlinge untergebracht. Wie es mit dem Gebäude weitergehen soll, weiß auch Böhlens Bürgermeister Dietmar Berndt (parteilos) nicht. „Das ist schon deshalb nicht absehbar, weil die Eigentümerverhältnisse unklar sind“, sagt der Rathauschef. Selbst das Landratsamt wisse nicht genau, ob Pro Shelter das Haus gekauft oder lediglich als Betreiber übernommen habe. Laux bestätigt das, und bei Pro Shelter war trotz mehrmaliger Versuche niemand zu erreichen.

Die Stadt Böhlen hatte sich in den vergangenen Monaten mehrmals gegen die Belegung des Hauses mit mehr als 350 Flüchtlingen ausgesprochen. Eben diese Zahl stand jedoch im Raum, nachdem vom Betreiber zugesagt worden war, das ganze Haus entsprechend umzubauen und den Brandschutz nachzurüsten. Böhlens Stadtrat begründete seine Ablehnung damals damit, dass die Gebietsverträglichkeit mit dem Wohngebiet Am Ring nicht gegeben sei. „Wir hatten uns als Stadt ja nicht generell gegen die Nutzung als Asylbewerberunterkunft gestellt, sondern vielmehr die geplante hohe Zahl der Flüchtlinge kritisiert“, erklärt Berndt. Der Bürgermeister ist schon erleichtert, dass aus dem Vorhaben nichts geworden ist, zumal die Asylbewerber besser in Wohnungen untergebracht seien als in Gemeinschaftsunterkünften.

Dass das Haus in absehbarer Zeit wieder von Flüchtlingen bewohnt werden könnte, wollen weder Berndt noch Laux ausschließen. In Anbetracht der weltweiten Konflikte sei durchaus mit weiteren Flüchtlingsströmen zu rechnen. Als Hotel jedenfalls kann das Haus erst einmal nicht genutzt werden, weil es keine Betriebsgenehmigung mehr für eine solche Nutzung gibt.

Von Julia Tonne

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