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Borna Zum ersten Mal einem Schlips tragen
Region Borna Zum ersten Mal einem Schlips tragen
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13:54 19.05.2015
Über sieben Brücken musst du gehn: Zum Karat-Klassiker zogen die Böhlerner Oberschüler am Sonnabend feierlich ins Kulturhaus ein. Quelle: Roger Dietze

Felix Saupes Wahl war auf den Schlips gefallen. Und das, obgleich ihm eine ganze Reihe weniger feierlicher Bekleidungs-Optionen offenstanden. "Zum ersten Mal einen Schlips zu tragen, war meine eigene Entscheidung, aber etwas ungewohnt fühlt es sich zugegebenermaßen schon an", bekannte der 14-Jährige, für den die Teilnahme an der Jugendweihe eine Selbstverständlichkeit war. "Meine Brüder haben auch schon Jugendweihe gefeiert."

In der Böhlener Kulturstätte taten es dem Zwenkauer vorgestern 49 Mitschülerinnen und Mitschüler gleich. Betreut einmal mehr von Ines Wellmann, die vor acht Jahren erstmals in Böhlen in diesem Zusammenhang in Erscheinung getreten war. "Als ich 2006 für die Klasse meines Sohnes für damals 18 Schülerinnen und Schüler die Jugendweihe organisiert habe, ging ich davon aus, dass es ein einmaliges Engagement sein würde. Dann aber bin ich von Jahr zu Jahr aufs Neue von den Eltern darum gebeten worden, mich der Sache anzunehmen", blickt die Röthaerin zurück.

Was auch mit der besonderen Gestaltung der Festivität zu tun haben dürfte, die Ines Wellmann als eine "schöne Mischung aus feierlichen, nachdenklichen, frechen und spritzigen Elementen" bezeichnet. An dieser Mischung wirkten in diesem Jahr die Band "Pub 'n' Steel" sowie das Duo Manja Ilgen und Matthias Spindler mit. Außerdem sorgte eine Tanzeinlage für Abwechslung. Als Festrednerin trat die Böhlener Bürgermeisterin Maria Gangloff (Linke) in Erscheinung. Frank Heuß von Dow Chemical steuerte ein Grußwort bei. Das Chemie-Unternehmen hatte sich zum dritten Mal in die Veranstaltung eingebracht, ein Engagement, das Ines Wellmann ein Extra-Dankeschön wert war.

Dabei kann die Unterstützung aus der regionalen Wirtschaft auch als Ausdruck für das in den letzten Jahren deutlich gewachsene Interesse an der Jugendweihe interpretiert werden. "Aus den 18 Jugendlichen, mit denen wir vor acht Jahren begonnen haben, sind heute auch aber sicherlich nicht nur der gestiegenen Schülerzahlen wegen 50 geworden", unterstreicht Ines Wellmann.

Auch für Oberschülerin Celine Zborala stand die Teilnahme an der Jugendweihe nie zur Diskussion. "Das ist schließlich ein besonderer Tag im Leben eines Jugendlichen, den man deshalb auch entsprechend feierlich begehen sollte", meint die 14-jährige Böhlenerin. "Man wird zwar ganz sicherlich nicht von heute auf morgen ein reifer Mensch, aber die Jugendweihe gibt mir persönlich schon das Gefühl, zumindest ein bisschen erwachsener geworden zu sein."

Die in den letzten Jahren wieder gestiegene Nachfrage nach der Böhlener Jugendweihefeier folgt einem allgemeinen Trend. Auch der Sächsische Verband für Jugendarbeit und Jugendweihe, der in diesem Jahr Feierstunden in Borna, Geithain, Zwenkau und Markkleeberg organisiert hat, verzeichnet steigende Teilnehmerzahlen. "Die Jugendweihe wird von Schülern und Eltern wieder deutlich mehr als in den auf die Wiedervereinigung folgenden Jahre als das angesehen, was sie schon immer war, nämlich die traditionelle Feier des Erwachsenwerdens", sagt der Koordinator für die Großregion Leipzig, Marcel Lehmann.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.05.2014
Roger Dietze

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