Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Zurück in die Zukunft: Kultfilm wird in alter Bergbrauerei in Borna gezeigt
Region Borna Zurück in die Zukunft: Kultfilm wird in alter Bergbrauerei in Borna gezeigt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:49 16.10.2015
Sie machen Kino in der ehemaligen Bornaer Bergbrauerei: Mario Maron (li.), Chef der Stadtwerke, und Sören Uhle, Chef der BWS. Quelle: Andreas Döring
Borna

Seit Wochen diskutiert die Fangemeinde, was der Film vorhergesagt hat und was Realität geworden ist. Wenn also am kommenden Mittwoch große Kinoketten in Millionen-Städten wie Berlin, Hamburg und München einen auf Willi Schwabe machen und die Zeitreise-Trilogie aus der Mottenkiste holen, dann haben die kommerziellen Filmbetriebe die Stadt Borna natürlich nicht auf dem Schirm. Ganz klar, die ehemalige Bergarbeiterstadt ist von der Millionengrenze weit entfernt. Auch die Versuche, ein professionelles Kino in der Innenstadt zu etablieren, sind bislang gescheitert. Dabei ticken auch hier die Uhren. An der Zukunft wird gearbeitet.

Am legendären 21. Oktober heißt das aber: Abtauchen in die Vergangenheit und unter Tage. In den Katakomben der ehemaligen Bergbrauerei nahe des Volksplatzes wird es eine außergewöhnliche Kinoveranstaltung geben. Drei Vorführungen des Films "Zurück in die Zukunft II" sollen den Abschluss einer Kampagne von Bornaer Wohnbau- und Siedlungsgesellschaft (BWS) sowie Stadtwerke Borna markieren, mit der sich die kommunalen Töchter im Frühjahr aus der Zukunft gemeldet hatten. Die damals prognostizierte Miet-Flat und der sorgenfreie Umgang mit Energie sind in so kurzer Zeit zwar nicht zum Alltag geworden. Aber mit City Beach und LaBorna, einem Experimentierladen in 1a-Lage, habe die Macher inzwischen gezeigt, was außer Vermietung und Versorgung in ihnen steckt.

Vor wenige Tagen schloss die BWS erstmals die Kellerräume der früheren Brauerei auf. Die Wege in das lange brachliegende Labyrinth aus Lager- und Produktionsräumen sind inzwischen von Schutt beräumt worden. Mehrere durch Gänge verbundene Tonnengewölbe bieten unendlich Platz und regen die Fantasie an. Am Eingang zu einem Lagerraum hängt eine Tafel, auf der einst wichtige Eckdaten für die Champignonzucht aufgezeichnet wurden: Tag der Ausbringung des Substrates, Ernte-Wellen, Erträge in Kilogramm pro Quadratmeter.

Mit der vorerst einmaligen Nutzung der Kellerräume wollen die Ideengeber der Kampagne, BWS-Geschäftsführer Sören Uhle und Stadtwerke-Chef Mario Maron, zeigen, welches Potenzial in der Stadt schlummert, und nur genutzt werden muss. "Die Idee eines Kinos geht seit langem um, wir machen das für einen Tag", so Uhle. Die Voraussetzungen seien geschaffen, Auflagen wie ein zweiter Fluchtweg erfüllt worden. "Die Beleuchtung ist jedenfalls kein Problem", so Maron. Strom käme aus erster Hand.

In einer Tonne soll es Kino geben, die andere Tonne wird als provisorische Lounge eingerichtet. Die übrigen Gänge und Räume bleiben geschlossen. Auf dem Parkplatz zur Teichstraße wird ein Partyzelt aufgebaut. Rund 100 Bornaer haben die Chance, den Film am Mittwoch in zwei Vorstellungen um 16.30 und 20.30 Uhr zu sehen. Die Aufführung dazwischen haben die Macher für Unternehmenspartner reserviert.

Die Vorführungen sind kostenlos, aber auch von der Teilnehmerzahl auf 50 Kinogäste begrenzt. Die Leipziger Volkszeitung verlost zehn mal zwei Eintrittskarten. Die Telefonnummer zum Gewinnspiel steht in der Freitagsausgabe der LVZ Borna-Geithain.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Rund um das Industriegebiet Böhlen-Lippendorf sorgen Pläne für ein Klärschlammzwischenlager für Besorgnis. Das Unternehmen LAV Markranstädt (Landwirtschaftliches Verarbeitungszentrum) hat die Bürgerkontaktgruppe für den Industriestandort über entsprechende Pläne auf dem Gelände der ehemaligen Kläranlage des Altkraftwerkes Lippendorf informiert.

14.10.2015

Sie sehnen sich nach etwas Privatsphäre, einer Dusche und Ruhe. Unter den 50 Asylbewerbern, die am Dienstagnachmittag aus dem Bus steigen, sind Ehepaare mit Kindern, junge Männer mit ihren Eltern und alleinstehende Männer. Sie stammen aus Syrien, zwei Familien haben Albanien als Heimat hinter sich gelassen.

14.10.2015

Am Montagnachmittag ist auf der Lobstädter Straße in Großzösse bei Neukieritzsch (Landkreis Leipzig) zu einem Unfall gekommen, bei dem ein Motorradfahrer schwer und drei Autoinsassen leicht verletzt worden. Die Straße musste gesperrt werden.

12.10.2015