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Borna Zusammenlegung von Klassen sorgt für Unmut
Region Borna Zusammenlegung von Klassen sorgt für Unmut
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14:49 11.06.2018
Blick auf die Clemens-Thieme Grundschule in Borna-Nord. Quelle: Thomas Kube
Borna

Aus drei mach zwei: An der Clemens-Thieme-Grundschule in Borna Nord sollen zum kommenden Schuljahr die derzeitigen drei zweiten Klassen zu zweien zusammengelegt werden. Der Grund: Etliche Kinder verlassen die 2a, 2b und 2c durch Wegzug, Wiederholung oder Besuch der Lese-Rechtschreibschwäche (LRS)-Klassen, so dass letztlich nur noch rund 50 Schüler in dem Jahrgang übrig bleiben.

Eltern kritisieren geplante Entwicklung

Für Schulleiter Christoph Arnold kein unüblicher Vorgang, für die Eltern der betroffenen Schüler aber ein Zustand, mit dem sie sich nicht abfinden wollen. Deshalb hat sich der Elternrat kürzlich an das Landesamt für Schule und Bildung sowie an den neuen sächsischen Kultusminister Christian Piwarz (CDU) gewandt – mit der Bitte, das Vorhaben noch einmal zu überdenken.

„Bisher haben die Kinder eine sehr komfortable Situation“, sagt Elternsprecher Henning Eichler, die jeweilige Klassenstärke liege derzeit bei rund 20 Schülern. Zukünftig jedoch könnten nach Aussage von Arnold 25 beziehungsweise 26 Kinder im Unterricht sitzen.

„Das an sich ist auch gar nicht das große Problem“, macht Eichler deutlich, sondern die Tatsache, dass die Klassen erneut auseinandergenommen werden, wenn die Schüler nächstes Jahr in die Vierte kämen. „Dann kommen wieder einige Kinder aus den LRS-Klassen zurück, es wird erneut Wiederholer geben und natürlich Zuzüge“, betont der Elternsprecher. Mit anderen Worten: Innerhalb von einem Jahr müssten sich die Kinder an immer wieder neue Klassenkonstellationen gewöhnen.

Schulleiter: Situation nicht optimal

Erschwerend käme hinzu, dass neue Fächer auf dem Stundenplan landen und im Schuljahr 2019/2020 die Bildungsempfehlung ausgesprochen werde. Auch für Schulleiter Arnold ist die Situation nicht optimal. „Unter pädagogischen und sozialen Gesichtspunkten ist die neue Zusammensetzung der Klassen alles andere als schön“, sagt er.

Die Lernbedingungen änderten sich gravierend, zumal auch Kinder mit besonderem Förderbedarf in den Klassen unterrichtet würden. Allerdings sei eine von der Schule beim Landesamt eingereichte Ausnahmegenehmigung für den Erhalt der drei Klassen wenig Erfolg versprechend. „Die Begründung: Es fehlen schlicht Lehrer.“

Arnold: Neue Freundschaften und Lerngruppen

Andererseits, so Arnold weiter, könne die neue Zusammensetzung durchaus positive Effekte mit sich bringen. „Neue Freundschaften und neue Lerngruppen entstehen“, allerdings sei auch mit anderen Konflikten zu rechnen. Doch damit, so der Schulleiter, müssten Kinder umzugehen lernen.

Dennoch hofft er, dass das Landesamt bis August seine bisherige Entscheidung noch einmal überdenke. Für Arnold ist der Vorgang nicht unüblich. Er selbst habe es bereits mehrere Mal erlebt, „und es hat immer gut geklappt“.

Von Julia Tonne

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