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Zuwachs in Borna-Nord: An der Witznitzer Kippe entstehen Eigenheime

Zuwachs in Borna-Nord: An der Witznitzer Kippe entstehen Eigenheime

Die städtische Wohnungsbaugesellschaft BWS erschließt in Borna-Nord einen Standort für Häuslebauer. Nördlich der Witznitzer Kippe ist der Bau von 13 Eigenheimen und drei Mehrgenerationen- oder kleineren Mehrfamilienhäusern geplant.

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Êigenheim-Standort Borna-Nord: BWS-Geschäftsführer Sören Uhle zeigt das Modell für die Bebauung an der Theodor-Storm-Straße.

Quelle: Birgit Schöppenthau

Borna. "Das Modell hat Zukunft", sagte Sören Uhle, Geschäftsführer der BWS. Die Bebauung dieses innerstädtischen Wohnstandortes sei ein Gegenentwurf zu peripheren Lagen im Umland. Die vorhandene Infrastruktur könne genutzt werden. Kindereinrichtung und Schulen seien vorhanden. "Das bedeutet kurze Wege für die Bewohner", so Uhle weiter.

Fröhlicher Kinderlärm schallt von den Marienkäfern, der kirchlichen Kita in der Müntzer-Straße, herüber. Hitze und Trockenheit haben die Blumenwiese am Ende der Bebauung braun gefärbt. Auf dem benachbarten Garagenhof schraubt ein Rentner an seinem Auto. Die Bäume am Kippenrand spenden Schatten. Die Bornaer, die schon länger in Nord leben, wissen natürlich, dass auf dem knapp zwei Hektar großen Areal einst ein Wohnblock stand. Wegen des hohen Leerstandes in dem Stadtteil war dieser 2006 abgerissen worden.

Obwohl die Förderung beim Rückbau leerstehender Wohnungen einen Neubau zehn Jahre lang verbietet, hat die BWS dennoch die Weichen für das Bauprojekt gestellt. Denn im Gegensatz zu reichlich vorhandenen Mietwohnungen in städtischen und genossenschaftlichen Immobilien fehlt es an Standorten für Einfamilienhäuser. Wie im Bebauungsplan ausgewiesen, verfügt Borna derzeit lediglich in Zedtlitz, Thräna und Eula sowie im Kerngebiet der Stadt über rund 40 sofort bebaubare Grundstücke. Lediglich in Kesselshain ist noch ein Eigenheimstandort mit 120 bis 140 Grundstücken ausgewiesen, der aber noch nicht erschlossen ist. Bauexperten empfehlen der Stadt jedoch, attraktive innerstädtische Lagen für den Wohnungsbau zu erschließen - um einer weiteren Abwanderung zu begegnen.

Der Run auf die Parzellen an der Waldseite zeigt den Planern, dass sie richtig liegen. "Das Interesse überrascht uns nicht", sagte Uhle. Für einige Grundstücke, die zwischen 600 und 700 Quadratmeter groß sind, gebe es mehrere Interessenten. "Wir sind noch in einem unverbindlichen Modus", so der BWS-Chef. Derzeit laufen die Planungen für die Verlegung von Versorgungsleitungen, die zum Teil über das einst bebaute Gelände laufen, und die Erschließung von Straßen und Wegen. Wenn die Kostenschätzung abgeschlossen ist, will das Wohnungsunternehmen mit dem Verkauf der Grundstücke beginnen. Uhle rechnet mit einem Kaufpreis zwischen 70 und 90 Euro pro Quadratmeter erschlossenes Bauland.

Der Zeitplan ist schon ziemlich konkret. Sobald der kommende Winter es zulässt, rollen die Bagger an, um Baufreiheit für die Städtischen Werke und die Zweckverbände zu schaffen. Im Mai 2016 könnte dann der Bau für die ersten Eigenheime beginnen, die laut Bebauungsplan mit Pult- und Flachdach versehen und im Passivhausstandard errichtet werden. Dann ist die Zehn-Jahres-Frist für den Rückbau abgelaufen. Später sollen auf der Parkfläche an der Ostseite der Theodor-Strom-Straße drei größere Häuser gebaut werden, die optisch eine Flucht zu den Wohnblöcken an der Gerhardt-Hauptmann-Straße bilden.

Während der Anhörung zum Bebauungsplan hatten Bewohner den Wegfall von Parkplätzen kritisiert. "Das nehmen wir ernst", so Uhle. Es gäbe Überlegungen, am Eingang der Straße zusätzliche Flächen zum Parken auszuweisen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.08.2015
Birgit Schöppenthau

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