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Borna Zweckverband im Bornaer Land investiert Millionen in neue Leitungen
Region Borna Zweckverband im Bornaer Land investiert Millionen in neue Leitungen
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17:21 22.12.2016
Verlegung einer Wasserleitung bei Dittmannsdorf. Quelle: Archiv/André Neumann
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Borna/Blumroda

Der Zweckverband Wasser/Abwasser Bornaer Land (ZBL) hat auf der letzten Verbandsversammlung dieses Jahres seinen Doppeletat für die Jahre 2017 und 2018 unter Dach und Fach bekommen. Er wurde ohne Debatte mit einer deutlichen Mehrheit der Stimmen beschlossen. Der in die Sparten Trinkwasser und Abwasser aufgeteilte Wirtschaftsplan sieht in beiden Jahren Aufwendungen von jeweils knapp 15 Millionen Euro vor. Die vorgesehenen Erträge sind höher, so dass der Doppeletat für beide Jahre einen Gewinn vorsieht: Im kommenden Jahr sollen das rund 900 000 Euro sein, ein Jahr später noch einmal knapp 600 000 Euro.

Dabei entfallen bei Aufwand und Ertrag rund gerechnet jeweils knapp zwei Drittel auf die Wasserversorgung und reichlich ein Drittel auf die Sparte Abwasser. Der Verband versorgt ein Gebiet mit rund 61 500 Einwohnern mit Trinkwasser, verkauft werden rund 2,8 Millionen Kubikmeter im Jahr. Für die Abwasserversorgung ist er nur in drei Kommunen und dort für knapp 22 000 Einwohner zuständig.

Ganz anders sieht das Verhältnis zwischen den Sparten bei der Gewinn- und Verlustrechnung aus. Der für 2017 prognostizierte Gesamtgewinn von rund 900 000 Euro wird fast vollständig im Abwasserbereich realisiert, die Trinkwassersparte steuert nur gut 34 000 Euro bei.

Der Zweijahresplan ist erneut von einer Vielzahl an Investitionen geprägt. Allein 44 Bauvorhaben im Bereich Trinkwasser werden für das nächste Jahr aufgelistet, dafür sind rund fünf Millionen Euro vorgesehen. Ein Jahr später sollen 29 Bauvorhaben für weitere 3,8 Millionen folgen. Mit dem Investitionsprogramm verfolgt der ZBL das Ziel, „seine Versorgungsaufgaben dauerhaft wirtschaftlich erfüllen“ zu können, heißt es in dem Papier. Sowohl die überörtlichen Transportleitungen als auch die Versorgungs- und Anschlussleitungen in den Orten müssen planmäßig erneuert werden. Zumal, wie ZBL-Geschäftsführer Michael Spitzner der LVZ sagte, die Störfälle zunehmen. Besonders jene Asbestzementrohre, die in den späten 1980er Jahren eingebaut wurden, seien betroffen. Deren erwartete Lebensdauer von 25 Jahren sei längst erreicht.

Eine der größten Baustellen für die kommenden Jahre ist die Trinkwassertransportleitung von Borna über Lobstädt und Großzössen nach Kahnsdorf. Die soll bis 2020 für knapp zwei Millionen Euro ausgewechselt werden.

Die Stadt Borna ist in den kommenden beiden Jahren für den ZBL ein Investitionsschwerpunkt. In die Geschwister-Scholl-Straße und zum Gewerbegebiet Borna-Ost sollen sowohl neue Trinkwasser- als auch neue Abwasserleitungen verlegt werden. Gesamtkosten: 1,3 Millionen Euro. Bis 2020 ist zudem die Erneuerung der Abwasserleitung in der Sachsenallee in drei Bauabschnitten für zwei Millionen Euro vorgesehen.

Für diese und alle anderen Baumaßnahmen gilt, dass sie von den zur Verfügung stehenden Mitteln abhängig sind und davon, ob die jeweiligen Kommunen mit dem Straßenbau mitziehen. Unabhängig von einem Straßenbau sind allerdings jene 1,6 Millionen Euro, die der Verband in den Jahren 2017 bis 2019 ebenfalls für Borna geplant hat und die mit zu den Investitionen zählen, auch wenn dafür nichts mehr gebaut wird. Die Summe muss in den drei Jahren an die Stadt Borna überwiesen werden, weil die Stadt bei der Erschließung des Gewerbegebietes Ost für den Bau des Regenrückhaltebeckens in Vorleistung gegangen war.

Von André Neumann

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