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Borna Zwei Bornaer streben Physikolympiade auf internationalem Parkett an
Region Borna Zwei Bornaer streben Physikolympiade auf internationalem Parkett an
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06:01 06.05.2018
Florian Wolf gehört seit Jahren zum Club der jungen Naturwissenschaftler und programmiert unter anderem Taschenrechner. Quelle: Jens Paul Taubert
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Borna

In den Fächern Physik, Chemie und Mathematik macht Florian Wolf und Georg Eichler niemand etwas vor. Die beiden 16-jährigen Schüler vom Gymnasium Am Breiten Teich in Borna beschäftigen sich leidenschaftlich gern mit Quantenphysik, Elektrik, dem Programmieren von Taschenrechnern und mit Schaltkreisen. Und nebenbei nehmen sie auch noch erfolgreich an den Physikolympiaden teil, die vom Verein zur Förderung der sächsischen Physikolympiade organisiert werden.

Georg Eichler an seinem Versuchsaufbau während seiner Verteidigung. Quelle: Jens Paul Taubert

Beide schafften quasi spielend Stufe eins (Hausaufgaben-Wettbewerb) und zwei (Regionalwettbewerb), erreichten gar den landesweiten Ausscheid Stufe drei. Eichler gelang mit einem dortigen dritten Platz die Qualifikation für den Wettbewerb auf der Ebene Sachsen-Thüringen. Seit zwei Jahren bereits gehören Wolf und Eichler zum schuleigenen „Club der jungen Naturwissenschaftler“, der von den Lehrerinnen Teri Schmidtke und Elke Stoiber geleitet wird. „Ziel ist es, begabte Talente zu fördern und deutlich mehr an Aufgaben und Herausforderungen anzubieten, als es im regulären Unterricht möglich ist“, macht Schmidtke deutlich.

So schreibt Wolf beispielsweise derzeit eine Facharbeit über die Programmierung eines Taschenrechners für analytische Geometrie. Heißt: Mehrere Rechenschritte sollen zusammengefasst werden, ohne jeden einzelnen machen zu müssen. Eichler hingegen befasst sich in seiner Facharbeit mit einem Mikrocontroller, der Bauelemente wie LEDs ansteuert. Anwendung finde so etwas unter anderem in Ampelsteuerungen und Einparkhilfen. „Physik beschreibt die Natur und warum gewisse Dinge ineinander greifen und zusammenpassen“, begründet Eichler seine Leidenschaft. Die komplexen Abläufe und deren Zusammenwirken seien für ihn ausgesprochen faszinierend. Kein Wunder also, dass für die beiden Zehntklässler längst feststeht, wohin die berufliche Reise einmal gehen könnte. Während Wolf mit dem Studiengang Elektroinformationstechnik liebäugelt, strebt Eichler ein Physik/Mathe-Studium an.

Doch bis es soweit ist, versuchen sich beide möglicherweise in Klasse 11 und 12 an der internationalen Physikolympiade. „Das hatten wir als Schule schon lange nicht mehr“, sagt Schmidtke, die zudem hofft, dass sich aus dem Club der jungen Naturwissenschaftler einige finden, die sich an „Jugend forscht“ beteiligen. Für die Findung und Forschung an praxisnahen Themen bedarf es jedoch einer engen Kooperation mit Unternehmen und Firmen. „Die Verknüpfung wäre wichtig, alles andere – also Teilnehmer mit Interesse und Begabung – hätten wir zu bieten“, wirbt die Lehrerin um Partner aus der Wirtschaft oder Hochschule.

Von Julia Tonne

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