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Borna Zwei Feuerwehren in Feierlaune
Region Borna Zwei Feuerwehren in Feierlaune
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00:32 30.05.2018
Die Feuerwehr Regis-Breitingen hat ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 10 KAT erhalten, das dem Katastrophenschutz unterstellt ist. Bei der offiziellen Übergabe schauen sich die Gäste die Ausstattung des Autos an. Quelle: Olaf Krenz
Regis-Breitingen/Frankenhain

Eitel Sonnenschein herrschte am Sonnabend nicht nur über Regis-Breitingen, sondern auch in den Gesichtern der Feuerwehrleute des Pleißestädtchens. Mit einem kleinen Fest feierten sie und ihre Gäste ein neues Einsatzauto. Das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 10 KAT ersetzt ein Vorgängermodell aus dem Baujahr 1994.

Geschenk zum Tag der sächsischen Feuerwehren

Während die Floriansjünger bei einer Alarmierung möglichst schnell am Einsatzort sein wollen, ließen sie zur offiziellen Übergabe alle etwas warten und die Spannung steigen. Erst eine Stunde nach Festbeginn fuhr Stadtwehrleiter Karsten Jockisch unter lautem Blaulichtgeheul das Auto aus dem Gerätehaus. „Heute ist Tag der Feuerwehr in Sachsen“, sagte er dann. „Da ist es besonders schön, ein 320 000-Euro-Geschenk zu übernehmen“, freute er sich.

Die Feuerwehr Regis-Breitingen hat ein neues ilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 10 KAT erhalten – die Kameraden der Regiser Wehr am Fahrzeug. Quelle: Olaf Krenz

Das Fahrzeug, das im Eigentum des Freistaats bleibt, ist dem Katastrophenschutz im Landkreis unterstellt, sagte Jürgen Jubisch. Es werde aber von der Regiser Wehr für deren normale Lösch- und Hilfeleistungseinsätze genutzt, fügte der Sachgebietsleiter Brand- und Katastrophenschutz im Landratsamt hinzu. Ebenso wünschte Bürgermeister Wolfram Lenk (Die Linke) „immer gute und unfallfreie Fahrt“. Er freute sich besonders, dass für die Anschaffung des Autos das knappe Stadtsäckel nicht geöffnet werden musste – Sachsen hat bezahlt. Für den laufenden Betrieb ist die Kommune zuständig, während der Kreis die Halterkosten wie Versicherung trägt. Jockischs „Sachverständige für Fahrzeug-Einweihung“, Pfarrerin Ulrike Franke, segnete das Fahrzeug.

Das untersteht im Katastrophenfall Marco Becher, dem Zugführer des Löschzugs „Rettung“. „Es ist toll, dass wir die Ersten im Kreis mit diesem neuen Modell sind.“ Zur Einheit von Becher, der Stadtwehrleiter in Pegau ist, gehören Kameraden seiner Ortswehren sowie die Wehren Regis und Neukirchen. „Wir sind rund 60 Kräfte und haben vier Fahrzeuge.“ Das alte Auto hatte er tags zuvor noch bei einer Alarmübung nach Pegau beordert. „Hoffen wir, dass das neue nicht auch gleich dorthin muss.“

Der Regiser Wehrchef Jockisch schaut schon auf einen weiteren „Neuzugang“. Das Einsatzleiterfahrzeug müsse ersetzt werden, es sei schon 220 000 Kilometer gefahren.

Auch die Einweihung des Gerätehaus-Anbaus in Frankenhain wurde gefeiert. Quelle: René Beuckert

Viele Besucher kamen am Sonnabend auch zur Feuerwehr nach Frankenhain. Die weihte ihren neuen Gerätehausanbau ein. Das wurde als Fest mit Spaß und Spiel insbesondere für die Kinder begangen. Am Nachmittag gab die Geräteschau einen Einblick in den technischen Stand der Feuerwehr.

„Wir nutzen das heutige Ereignis auch als Tag der offenen Tür und geben den Besuchern gern Auskunft über das neue Objekt“, sagte Ortswehrleiter Christopher Martin. Der Anbau an das alte Gerätehaus sei erforderlich geworden, da die Frankenhainer Wehr in diesem Jahr ein Feuerwehrfahrzeug aus dem Bestand der Frohburger Wehr erhalten habe, das von der Größe her nicht in das alte Depot gepasst hätte. „Auch für die 37 aktiven Feuerwehrmitglieder, darunter eine Kameradin, haben sich in vielfacher Hinsicht die Bedingungen wesentlich verbessert“, erklärte Martin weiter. Den Kameraden stehe nun auch ein Technikbereich zur Verfügung und ebenso ordentliche Umkleidemöglichkeiten.

Besonderer Stolz auf die Kinder- und Jugendfeuerwehr

Gruppenführer Denis Sachse von der Frohburger Feuerwehr präsentierte zur Einweihung des neuen Gerätehauses das für die Frankenhainer bestimmte Fahrzeug. „Zur ersten Brandbekämpfung stehen den Kameraden 1600 Liter Löschwasser zur Verfügung. Zugleich beinhaltet das Löschfahrzeug eine breite technische Ausstattung zur Brandbekämpfung und zur technischen Hilfeleistung.“

Besonders stolz ist Christopher Martin auf die Kinder- und Jugendfeuerwehrarbeit, die den Nachwuchs absichern soll. „Wir leisten über 20 Jahre Jugendfeuerwehrarbeit, und seit drei Jahren zählen auch die Jüngsten in der Kinderfeuerwehr mit dazu“, hob Martin hervor. Der Nachmittag stand denn auch ganz im Zeichen der Familie. Derweil die Erwachsenen sich Kaffee und Kuchen schmecken ließen, tollten die Kinder auf der Hüpfburg oder glitten die aufgebaute Rollrutsche hinunter.

Von Olaf Krenz/René Beuckert

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