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Borna Zweigwerkstatt übergeben
Region Borna Zweigwerkstatt übergeben
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17:32 29.04.2011
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. Dort wurde gestern der Neubau einer Zweigwerkstatt offiziell übergeben. Die Lebenshilfe und vor allem ihre Köpfe Dietmar Wacker (Vorstand) und Uwe Drechsler (Geschäftsführer) hätten damit Maßstäbe gesetzt, erklärte Landrat Gerhard Gey (CDU). Der Neubau hat 90 Plätze sowie zwölf weitere Plätze im Behinderten- und Betreuungsbereich. Behinderte werden dort in der Montage und Verpackung ebenso beschäftigt wie in der Metallverarbeitung, Wäscherei und Näherei, sagte der Leiter der neuen Werkstatt, Olaf Bräuer.

Die sächsische Sozialministerin Christine Clauß verwies auf die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen, die Deutschland ratifiziert habe. Es sei wichtig, Behinderte auch auf dem ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Es gehe um Informationen darüber, „was Behinderte alles können". Da aber nicht jeder Behinderte Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt finden könne, würden Einrichtungen wie die neue Werkstatt der Lebenshilfe benötigt. Hier gebe es ein „passgenaues Umfeld", womit die Teilnahme am Arbeitsleben ermöglicht werde.

Borna. In der Werkstatt für Behinderte der Kreisvereinigung Leipziger Land der Lebenshilfe Am Wilhelmschacht gibt es weitere Angebote für Behinderte. Dort wurde gestern der Neubau einer Zweigwerkstatt offiziell übergeben. Die Lebenshilfe und vor allem ihre Köpfe Dietmar Wacker (Vorstand) und Uwe Drechsler (Geschäftsführer) hätten damit Maßstäbe gesetzt, erklärte Landrat Gerhard Gey (CDU). Der Neubau hat 90 Plätze sowie zwölf weitere Plätze im Behinderten- und Betreuungsbereich. Behinderte werden dort in der Montage und Verpackung ebenso beschäftigt wie in der Metallverarbeitung, Wäscherei und Näherei, sagte der Leiter der neuen Werkstatt, Olaf Bräuer.

Landrat Gey verwies darauf, dass im Landkreis Leipzig sechs Einrichtungen wie die der Lebenshilfe in Borna vorhanden seien. Dort gebe es 1140 Arbeitsplätze und 710 Plätze in Wohnstätten. Materielle Voraussetzungen wie der Zweigwerkstätten-Neubau, dessen Gesamtkosten sich auf etwa vier Millionen Euro belaufen, seien aber nur eine Seite. Gebraucht würden auch freie Träger wie die Lebenshilfe, die die entsprechenden Bedingungen für die Betreuung Behinderter schaffen.

Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) sprach davon, dass die Lebenshilfe mit ihren Produktionsstätten „ein nicht unerhebliches Wirtschaftsunternehmen" sei. Die Lebenshilfe sei zu einem Partner der Stadt geworden.

Symbolisch wurde es, als Landtagsvizepräsident Horst Wehner, selbst behindert, sowie Landrat Gey, Sozialministerin Clauß und Oberbürgermeisterin Luedtke auf der Fläche neben der neuen Werkstatt Obstbäume anpflanzten. Hier soll eine Obstwiese entstehen.

Zuvor war Lebenshilfe-Geschäftsführer Drechsler ausgezeichnet worden. Dessen Engagement für Behinderte gilt als nahezu unerreichbar, weshalb Drechsler aus den Händen von Silke Hoestra, Geschäftsführerin des Landesverbandes Sachsen der Lebenshilfe, die Silberne Ehrennadel der Lebenshilfe bekam.

Nikos Natsidis

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