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Borna Zweite Trophäe für den BSV
Region Borna Zweite Trophäe für den BSV
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16:36 19.05.2015
Jubel bei Kreispokal-Sieger Bornaer SV. Quelle: Thomas Kube

Trotz der Niederlage dürfen Gäste in der neuen Saison als Kreisvertreter im Landespokal-Wettbewerb antreten, da der BSV dort bereits als Bezirksliga-Aufsteiger startberechtigt ist.

Anfangs gab es auf beiden Seiten viel Stückwerk. Längere Ballpassagen blieben aus, erst recht wirkliche Torgefahr. Der Colditzer Billy Schindler versuchte sich mit einem Schüsschen (10.), der Bornaer Kevin Gersonde, weiter vorgezogen agierend als bisher, verfehlte den Kasten nur knapp (16.). Immer wieder stoppten Fehlpässe die Angriffsversuche. Nach und nach erarbeiteten sich die Einheimischen mehr Spielanteile. Aber erst nach einer halben Stunde stöhnten die Fans über vergebene BSV-Chancen. Ein Schuss von Erik Preiß ging links neben den Dreiangel. Beim Ball von Kapitän Jens Wagner bewies HFC-Keeper Michael Bretschneider ein gutes Auge. Erstmals richtig eingreifen musste er, als der von Falk Hieltscher geschickte Sebastian Pscherer das Leder in die linke untere Ecke feuerte. Von den Gästen, deren Ärger über den vermeintlich regelwidrigen BSV-Treffer vom Liga-Rückspiel auf dem Rasen nicht zu sehen war, kam offensiv wenig. Nicht zuletzt, weil sie früh attackiert wurden. So spritzte Gersonde kurz vor der Pause dazwischen, zog nach rechts und schoss hoch zum 1:0 ein (44.). Fast hätte er wenig später gleich noch die Flanke von Roy Goldschmidt eingeköpft.

In der zweiten Halbzeit mussten die Muldentaler also zulegen, wenn sie ihr 100. Pflichtspiel nach der Hausdorf-Colditzer Fusion nicht in den Sand setzen wollten. Bemühungen, den Druck auf die Gastgeber zu erhöhen, waren zu erkennen. In Ansätzen. Häufiger und länger waren sie nun in der Bornaer Hälfte. Die gefährlicheren Aktionen hatten die Einheimischen. Was sich nach einem Freistoß an der Mittellinie bezahlt machte. Die HFC-Abwehr ließ Stephan Müller allein in den Strafraum ziehen, wo der höher als Bretschneider sprang und per Kopf das 2:0 erzielte (54.). Als Alarmsignal wirkte das für die Gäste noch immer nicht. Auch zwei Einwechslungen verpufften. Stattdessen mussten sie auf der Hut vor Kontern sein. Und tief in der eigenen Hälfte das Forechecking der bissigeren Bornaer überwinden. Schließlich stoppte Hieltscher einen Flugball mit der Brust und schoss nach kurzem Schwenk mit links ins rechte unter Eck zum 3:0 ein (68.). Für fast alle war das die Entscheidung. BSV-Coach Marco Gruhne trieb seine Jungs aber immer noch an. "Zu ehrgeizig?", reagierte er später auf entsprechende Kritik. "Auch bei solch einem Ergebnis muss weiter gearbeitet werden, sonst klappt das dann auch bei einem 0:0 nicht."

Zumal die Hausdorfer nun zu einer Riesenchance kamen. Bornas Innenverteidiger Rodger Baetge, nach einem Foul gehandicapt und dann auch ausgewechselt, vertändelte an der Grundlinie den Ball, und in der Mitte stand Steve Oehme völlig frei. Doch warf sich Keeper Ronny Lachky in den Acht-Meter-Schuss und verhinderte den Gegentreffer. Viel mehr hatte er nicht auszustehen. Hingegen hätten Mario Viering, Hieltscher und Gersonde das Ergebnis im Nieselregen noch ausbauen können.

Nach dem Erfolg schmunzelte BSV-Trainer Gruhne, trotz der erhaltenen Bierdusche. "Haben wir doch den richtigen Hebel gefunden." Verraten wollte er allerdings nicht, warum seine Truppe gegen ein Spitzenteam der Liga so auftrumpfte. Nach der Meisterfeier auf Mallorca schien sie in den letzten Trainings nicht richtig in Tritt zu kommen. Davon war bis auf die ersten Minuten im Finale wenig zu sehen. "Erst waren die Jungs noch etwas locker. Dann endlich haben sie unbedingte Geilheit gezeigt, gewinnen zu wollen. Und wir haben verdient gewonnen", so Gruhne.

Das sah sein Gegenüber Jens Höppner genauso. "Da können wir nur gratulieren. Die Bornaer haben sich in der Meisterschaft und auch heute verdient durchgesetzt." Da könne er nur den Hut ziehen, wie der Verein nach der Insolvenz gearbeitet und die Truppe zusammengehalten hat. "Der BSV hat eine ordentliche Mannschaft für die Bezirksliga. Da wollen wir ja auch mal hin." Er hatte sich natürlich mehr erhofft, das sei doch klar, wenn man in einem Endspiel steht. "Aber wir haben es zuletzt in der Liga etwas schleifen lassen. Das muss ich meinem Team zum Vorwurf machen. Sonst wären wir heute besser drauf gewesen."

Gruhne wars egal. Schließlich hatte sein BSV zuvor schon die Top-Teams Sermuth und Geithain aus dem Pokal geworfen. "Wieder drei Torschützen, Treffer nach Standards und herausgespielt - diese Vielfalt kann kaum einer verteidigen. Bei uns ist die Mannschaft der Star."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 01.07.2013

Olaf Krenz

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