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Borna Zweizügigkeit: Grundschule Neukirchen arbeitet am Limit
Region Borna Zweizügigkeit: Grundschule Neukirchen arbeitet am Limit
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05:02 12.05.2018
Räumlich ist es mit zwei ersten Klassen ganz schön eng geworden. Dennoch überschreiten die neuen Anmeldungen schon wieder die Kapazitäten. Quelle: Jens Paul Taubert
Borna/Neukirchen

48 Anmeldungen sind es diesmal nicht geworden, immerhin aber mehr als 30. Die Grundschule im Bornaer Ortsteil Neukirchen scheint bei Eltern von Abc-Schützen äußerst beliebt zu sein, seit Jahren verbucht das Sekretariat einen regelrechten „Run“ auf die Einrichtung. Dennoch wird es keine erneute Zweizügigkeit geben, „die jetzige Zweizügigkeit der ersten Klassen bleibt einmalig“, sagt Schulleiterin Silvia Ehritt.

Dabei, so macht sie deutlich, habe die gravierende Änderung im vergangenen Jahr reibungslos geklappt. Zwar waren vorab einige Umbauarbeiten sowohl in Schule als auch im Hort „Abenteuerland“ notwendig, aber die räumliche Aufteilung sei mittlerweile optimal. „Allerdings auch am Limit“, wie Ehritt betont. Die Auslastung der Zimmer müsse gut geplant sein. So finde unter anderem der Förder-, Integrations- und Werkunterricht im Hort statt, der wiederum nutze ein Klassenzimmer für die Erledigung der Hausaufgaben am Nachmittag. Änderungen gab es auch hinsichtlich des Mittagessens. „Das gibt es mittlerweile gestaffelt“, sagt Ehritt, nicht alle Kinder könnten zur gleichen Zeit essen.

Die Schulleiterin hat nie daran gezweifelt, dass die Zweizügigkeit gelingt, dennoch wäre eine weitere Auflage dieser Besonderheit für die Schule nicht zu stemmen. Schon allein aus Platzgründen. Denn auch der Schulhof platzt während der Pausen aus allen Nähten. Was sicherlich auch dem Umstand geschuldet ist, dass sich noch immer die Klärgrube auf dem Hof befindet und mit mehr als fünf Metern Durchmesser viel Platz einnimmt, der anderweitig nicht genutzt werden kann. Laut Ehritt sollte die Kläranlage eigentlich schon 2016 stillgelegt und die Schule an das Abwassernetz angeschlossen werden. Doch bis heute hat sich dahingehend nichts getan. Dabei wünschen sich Schüler, Lehrerkollegium, Eltern und Förderverein nichts sehnlicher als ein weiteres Spielgerät auf dem Gelände. „Seit Beginn der Diskussion um die Stilllegung der Grube sammeln wir Gelder, um davon später eines finanzieren zu können“, erzählt Ehritt.

Die Klärgrube nimmt auf dem Schulhof zu viel Platz ein. Quelle: Jens Paul Taubert

Etwas Geduld braucht die Schulleiterin allerdings noch. Laut Sven Lindstedt, Geschäftsführer des Abwasserzweckverbandes Espenhain, soll die Grube im nächsten Jahr stillgelegt werden – im Zuge der Verlegung neuer Leitungen entlang des Schulwegs. Erste Vorarbeiten dafür könnten bereits Ende dieses Jahres erfolgen, doch eine endgültige Lösung gebe es erst im Sommer 2019.

Ehritt kommt in den kommenden Wochen die Aufgabe zu, die Anmeldungen der ABC-Schützen zum Schuljahr 2018/2019 genauer unter die Lupe zu nehmen. Von Kriterien wie Geschwisterkind und Schulweg hänge die Entscheidung ab, ob das Kind die vier Jahre Grundschulzeit in Neukirchen verbringen könne oder an eine andere Schule müsse.

Von Julia Tonne

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