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Borna Zwischen Bistumshöhe und Borna
Region Borna Zwischen Bistumshöhe und Borna
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01:00 07.06.2011
Eine der Stationen: die Lagune Kahnsdorf. Quelle: Guenther Hunger
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Borna

Am Sonntag tourten beide sechs Stunden lang zwischen Bistumshöhe und Borna, um über die weitere Entwicklung des Leipziger Südraums nachzudenken. Die Bilanz-und-Ausblick-Visite habe durchaus praktische Bedeutung, so Steinbach. Er werde die wichtigen regionalen Akteure über die Ideen informieren. Und er werde der Zukunftsstiftung Südraum Leipzig vorschlagen, die Entwicklung der Region stärker in ihr Profil aufzunehmen.

Ganser war auch maßgeblicher Ideengeber für die IBA Fürst Pückler Land, die 2010 ihren Abschluss fand, und zählt laut Steinbach noch heute „zu den profiliertesten Denkern des Strukturwandels alter Industrielandschaften. In den 90er Jahren hat er uns bei der Revitalisierung des Südraums durch seine Erfahrungen im Ruhrgebiet sehr geholfen." Steinbach erinnert an die drei großen Regionalkonferenzen 1991, 1992 und 1994. Letztere war mit einem internationalen Ideenwettbewerb verknüpft und der Durchbruch für das Konzept der Seenlandschaft. Und spätestens seit vorgestern ist für Steinbach klar, dass die Zeit für eine neue große Regionalkonferenz reif ist. An ihr sollten die Landschaftsarchitekten von einst und von heute teilnehmen.

Ganser wollte sich ein Bild davon machen, wie die frühere Kohleregion rund um Borna 20 Jahre später aussieht. Sein Fazit: Das Konzept sei richtig. Diese mutige Entwicklung brauche aber noch mehr Mut. Beispielsweise sollten mehr markante Landmarken geschaffen werden. Nachdem die Landschaft nun weitgehend neu geformt ist, müssten jetzt die Projekte laut Steinbach „ohne Zeitverzögerung zu Ende geführt werden". Damit meint er den Gewässerverbund bis zum Hainer See ebenso wie das Radwegenetz. „Und wir müssen uns damit beschäftigen, wie eine schlüssige Bewirtschaftung erfolgen kann", also wie eine Wirtschaft auf gesunden Füßen entsteht.

Den Cospudener See, für Steinbach das Gesellenstück der neuen Landschaft, fand Ganser sehr gelungen, wenngleich er auch von einer „braven Entwicklung" sprach. Am Zwenkauer See kam die Idee auf, am Nordufer einer architektonisch gestaltete Fotovoltaik-Anlage den Vorzug zu geben. Eine perfekte Architektur ist für Ganser an der Lagune Kahnsdorf im Wachsen. Auch die alte Idee von schwimmenden Häusern wurde hier wieder laut. Und: Elektroboote wären auf dem Hainer See im Sinne des Naturschutzes „eine interessante Lösung". Nachzudenken sei auch über die einstige Brikettfabrik Witznitz, für Ganser eine der schönsten noch erhaltenen Brikettfabriken in Deutschland. Steinbach will auf die Eigentümer zugehen.

Frank Prenzel

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