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Zwölf Adebar-Paare eingetroffen

Zwölf Adebar-Paare eingetroffen

Von Pegau bis Niedergräfenhain klappert es wieder in luftiger Höhe. Insgesamt zwölf Weißstorchenpaare haben sich inzwischen in der Region niedergelassen und somit die meisten angestammten Horste besetzt, vermelden die beiden Weißstorchenbeauftragten der Altkreise Borna und Geithain, Andreas Fischer und Jens Frank.

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Mit Flügelschlägen und Schnabelgeklapper will das Groitzscher Weißstorchen-Männchen seine Angebetete beeindrucken.

Quelle: Olaf Becher

Borna. Für sie stellt dies nach dem schlechten Ergebnis des Brutjahres 2013 wieder eine hoffnungsvolle Situation dar. Nach ihren Angaben sitzen momentan in Groitzsch, Pegau (Ziegelei), Rötha, Oelzschau, Frohburg, Prießnitz, Syhra, Frankenhain sowie Geithain (Altdorf und Mosterei) die majestätischen Vögel auf den Gelegen. Im Kamera-Horst von Thräna sind sogar schon drei Küken geschlüpft, die nun etwa ein Alter von mehr als zwei Wochen haben, und auch in Niedergräfenhain haben sich die Adebare eingefunden.

Relativ zeitig wurden in diesem Jahr bereits die ersten aus den Winterquartieren zurückgekehrten Störche gesichtet. So stammten die frühesten Meldungen von Ende Februar, was sicher mit dem milden Winter zu erklären ist. Vom Wetter hängt auch die weitere Entwicklung der Brut ab. Ein nasser und kühler Mai könnte wie im Vorjahr alle Hoffnungen auf reichlich Storchennachwuchs zerstören. Damals verendete ein Großteil der Jungtiere oder schlüpfte erst gar nicht.

Doch auch der Mensch wird immer mehr zur Gefahr für die Störche. Vor allem die zahlreichen Feuerwerke bedrohen die Rotschnäbel. "Durch die Lichtblitze und den Knall werden die Storcheneltern aufgeschreckt und verlassen möglicher Weise in Panik das Nest. Da reicht schon eine kurze Zeit, in der die Eier auskühlen und somit die Brut vernichtet wird", mahnt Andreas Fischer. "Nicht anders würde es den geschlüpften Küken in den ersten Wochen ergehen, die noch den Schutz und die Wärme der Altvögel benötigen." Deshalb ist im Umkreis von 1000 Meter um einen bebrüteten Horst das Zünden von pyrotechnischen Erzeugnissen verboten. Jede Störung der unter Schutz stehenden Tiere stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, welche mit einer hohen Geldstrafe geahndet wird. Im Übrigen bedarf es für alle Feuerwerke einer behördlichen Genehmigung, in der Regel durch die jeweiligen Stadt- und Gemeindeverwaltungen.

Die Naturschützer appellieren dringend an die Vernunft der Leute, damit sich die Population der Weißstörche weiter erholen kann.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.05.2014
Olaf Becher

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