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Borna Zwölf Asylbewerber in Wohnungen eingezogen
Region Borna Zwölf Asylbewerber in Wohnungen eingezogen
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14:53 19.05.2015

Bis Ende des Monats sollen weitere Asylbewerber aus den vier Heimen im Landkreis Leipzig in BWS-Wohnungen unterkommen. Dabei handelt es sich um möbilierte Wohnungen.

BWS-Chef Uhle geht das Thema Asylbewerber pragmatisch an. Er gehört mit Superintendent Matthias Weismann zu denen, die sich vor Weihnachten eher informell im Café Offenkundig trafen, um sich für die Entwicklung einer Bornaer Willkommenskultur stark zu machen. Die Idee, dass der größte Bornaer Vermieter Wohnungen an Aslybewerber bereitstellt, gibt es allerdings schon länger. Bis Monatsende sollen insgesamt zehn Wohnungen von Flüchtlingen bezogen werden.

Die Wohnungen befinden sich in allen Bornaer Himmelsrichtungen - in der Görnitzer Straße ebenso wie in der Gerhart-Hauptmann-Straße oder in Gnandorf. Dabei handelt es sich möbilierte Wohnungen mit Kühlschrank, Fernseher und Sofa. "Dafür", so Uhle, "gibt es wie für alles in Deutschland konkrete Vorschriften." Finanziert wird die Möbilierung über das Landratsamt.

Die ersten Asylbewerber konnten ihre Wohnungen einen Tag vor Heiligabend beziehen, die nächsten folgten dann am 27. Dezember. Die insgesamt zwölf Asylbewerber stammen aus den Asylbewerberheimen in Thräna und Hopfgarten, Elbisbach sowie vom Königsplatz. Borna sei für die Asylbewerber nach Markkleeberg die attraktivste Stadt, sagt der BWS-Chef. Vermietet wurden Ein- bis Vier-Raum-Wohnungen, allerdings keineswegs nur an Familien. Weil alleinstehende Männer in den Heimen durchaus zu Problemfällen werden können, sei es auch gut für die Atmosphäre dort, wenn die nicht mehr in den Sammelunterkünften untergebracht seien, ist Uhle überzeugt.

Bei Bedarf will die BWS ihr Angebot an Wohnungen für Asylbewerber ausbauen. Bis Ende März könnten 50 Leute auf diese Weise untergebracht werden.

Das sei auch für die Sozialisierung der Asylbewerber gut. Wenn die nicht mehr mit vielen Menschen unter einem Dach leben müssten, "dann haben die auf einmal ganz andere Probleme", sagt Uhle. Probleme, wie sie auch für den deutschen Durchschnittsbürger normal seien, etwa eine defekte Waschmaschine. Und dann sei die BWS mit den neuen Bewohnern in die gleichen Diskussionen verwickelt wie mit den anderen Mietern - und das, lässt der BWS-Chef durchblicken, könne zweifellos zur Entkrampfung des Verhältnisses zu den Asylbewerbern beitragen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.01.2014
Nikos Natsidis

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