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Delitzsch 15 Rettungsschwimmer sichern Schladitzer Bucht
Region Delitzsch 15 Rettungsschwimmer sichern Schladitzer Bucht
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00:20 20.08.2017
Rettungsschwimmer Constantin Hapke und Kevin Schneider (im Wasser) demonstrieren die „Restube“, eine aufblasbare Rettungsboje im Gürteltaschenformat, die über eine Gaskartusche ausgelöst wird. Quelle: Wolfgang Sens
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Rackwitz

Über ein Menschenleben entscheide manchmal ein Artikel im Pfennigbereich, so Sven Penszuk, Geschäftsleiter im Camp David Sport Resort an der Schladitzer Bucht. Eine handelsübliche Gaskartusche, wie man sie vielleicht von einem Sahnespender her kennt, kann Leben retten. Sie löst eine „Restube“ aus, eine aufblasbare Rettungsboje, die man im Resort kostenlos testen kann. Kleiner als eine Gürteltasche können Schwimmer und Wassersportler sich so einfach absichern, zumal sie wegen der Signalfarbe im Notfall besser für die Retter am Ufer zu erkennen sind. 15 Rettungsschwimmer verteilen sich im Resortteam auf die unterschiedlichen Bereiche vom Sandstrand über Kitesurf-, Windsurf-, Segel- und den Taucherbereich. Diese sind strikt getrennt, um die Verletzungsgefahr klein zu halten. Da es sich um ein geschlossenes Resort handelt, das diesen Aufwand finanziell allein trägt, sind sie auch gut vernetzt per Funk und Mobiltelefon.

Mindestens fünf Rettungsschwimmer überwachen die Schladitzer Bucht

Mindestens fünf Rettungsschwimmer sind am Tag im Einsatz. Daneben sind zwei Teammitglieder auch als Rettungssanitäter ausgebildet und können an den beiden Ersthelferpunkten am Strand und an der Taucherstation neben Herzlungenwiederbelebung auch Intubieren, um etwa Sauerstoff zuzugeben. „Wir sind hier sicher über das Ziel hinausgeschossen“, so Penszuk, sich bewusst, dass ein so hohes Aufkommen an Rettungsschwimmern und -mitteln unüblich ist. Das liege schlicht daran, dass zur Trainerausbildung auch die zum Rettungsschwimmer gehöre. Da das Camp David hier selbst ausbilde, erklären sich die vielen potenziellen Helfer vor Ort. „Zu 90 Prozent sind es Kreislaufprobleme“, die sie zu behandeln haben. Im letzten Jahr hatten sie gerade mal eine Wasserbergung einer Frau, die sich von Wolteritz heranschwimmend überschätzt hatte.

Von Manuel Niemann

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