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Delitzsch 20000 Kilometer durch die Türkei
Region Delitzsch 20000 Kilometer durch die Türkei
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17:22 06.02.2012

. 2003 und 2004 erkundeten die Globetrotter in einem geländegängigen Pkw die Türkei. Die Routen führten entlang der Küsten des Schwarzen und des Mittelmeeres, durch Anatolien von der Ägäis bis zum Berg Ararat an der Grenze zu Armenien. Einmal fünf und einmal sechs Wochen waren Katja und Jörg Meißner mit Tochter Lena dabei unterwegs und absolvierten in ihrem südkoreanischen SsangYong mit selbst gebauten Dachzelt-Aufsatz mehr als 20 000 Kilometer im Land, das Europa und Asien verbindet. „Atemberaubende Landschaften und die überaus herzliche Gastfreundschaft der Menschen sind das Beeindruckendste, was wir bei diesen Reisen erfahren haben", blickten Katja und Jörg Meißner am Wochenende zurück, als sie ihre Erlebnisse in der Gaststätte Elberitzmühle in einer Multivisionsshow anderen präsentierten.

„Wir sind ähnlich wie die Meißners. Auch für uns ist der Weg das Ziel", begründet Joachim Völkel sein Kommen an diesem Abend. Die Türkei kannte er bisher nur von einem kurzen Badeurlaub und wollte mit seiner Frau nun etwas mehr von Land und Leuten erfahren. Davon erzählen die drei Delitzscher nicht nur in ihrer Show viel, sondern auch in den Gesprächen danach. So von der Grenzkontrolle bei ihrer zweiten Einreise, als sie mit „ach die Meißners sind wieder da", begrüßt worden, vom seltenen freien Blick auf den Berg Ararat, der Fahrt auf einsamen Straßen, „wo wir auf 100 Kilometern keinen Menschen getroffen haben", oder als sie Richtung Kurdengebiet fahrend auf einer Distanz von 150 Kilometern gleich sieben Militärkontrollen passierten.

Wie ein roter Faden zieht sich die Gastfreundschaft durch ihren Vortrag. „Immer wieder wurden wir zum Tee oder zum Essen eingeladen. Wir haben mit kurdischen Männern getanzt und durften die Sanitäranlagen eines Gendarmerie-Postens nutzen, als wir nahe des Gebäudes in unserem Zelt nächtigten", erzählen sie. Überall, wo sie abseits der touristischen Zentren aufkreuzten, seien sie auf aufgeschlossene Menschen gestoßen, die wissen wollten, „woher wir kommen und wohin die Reise geht. Verständigt haben wir uns mit einigen Brocken Englisch, einigen türkischen Worten oder auch deutsch. Notfalls mit Händen und Füßen. Und Zeit für ein gemeinsames Erinnerungsfoto bleib auch immer", berichtet Katja Meißner.

Ein lohnenswertes Ziel, aber es sei auch eine ganz schöne Strecke, resümiert Joachim Völkel nach dem Vortrag. „Dafür benötigt man ausreichend Zeit." Genau das sei ein Problem, bestätigen die Meißners, die derzeit noch auf der Suche nach einem Ziel für ihren diesjährigen Urlaub sind. 2. März, 19 Uhr, werden die Meißners die Erlebnisse ihrer Türkeireisen noch einmal präsentieren. Veranstaltungsort ist dann das Kulturhaus Sonne in Schkeuditz.

Thomas Steingen

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