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Delitzsch 31-Jähriger Delitzscher sammelt auf dem Motorrad Spenden für benachteiligte Kinder
Region Delitzsch 31-Jähriger Delitzscher sammelt auf dem Motorrad Spenden für benachteiligte Kinder
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12:15 10.07.2017
Der Delitzscher Sebastian Herz (31, rechts) und Yuliya Blinova (29) wollen rund 25 000 Kilometer auf dem Motorrad verbringen und dabei Spenden sammeln. Quelle: privat
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Delitzsch

Sebastian Herz’ Stimme bricht kurz ab, weil die Telefonleitung schlecht ist. Mit seiner Freundin Yuliya ist er auf dem Rückweg nach Deutschland von Singapur aus, wo er für ein Jahr gelebt und gearbeitet hat. Gerade sind sie in der Mongolei gestrandet, weil sein Bein eingegipst werden musste. Das klingt wie eine Randnotiz zweier Erwerbsbiografien in einer eben globalisierten Welt.

Auf dem Motorrad durch zwei Kontinente

Nicht naheliegend, sondern abwegig ist die Art, wie die beiden nun zurückgelangen: Denn den Zwischenstopp verdanken sie nicht einem Flieger, sondern einer Triumph Tiger 800XC. Mit dem Motorrad fahren sie von Südostasien zurück. 14 000 Kilometer sind sie inzwischen gefahren. Etwas zu viel Schräglage und die Maschine war nicht mehr abzufangen. Mit beiden Passagieren, den Seitenkoffern und dem Ersatzreifen wiegt sie 450 Kilo. Die landeten auf Sebastians Fuß. Das heißt für ein paar Tage: Zwangsstopp, aber auch Zeit, um mit Deutschland zu telefonieren.

Spenden sammeln für benachteiligte Kinder

Denn die beiden unternehmen die Reise auch für den guten Zweck: Über die Plattform justgiving.com sammeln sie Spenden. Nicht für sich selbst, sondern für benachteiligte Kinder. Das Geld geht direkt an Save the Children, die sich weltweit für eine gesunde Ernährung, Bildung oder den Schutz von Kindern einsetzen. „Wenn wir in unserem jungen Alter eine so großartige Reise machen können, möchten wir auch etwas dazu beitragen, die Welt ein kleinwenig besser zu machen“, erzählt Sebastian. Er ist in Ostdeutschland aufgewachsen, hat in Rackwitz, später in Delitzsch gelebt. „Ich hatte nie wirkliche Probleme, hatte ein gutes Leben und gute Chancen.“

Ein Äffchen sucht das Weite

Nachdem Studium in Mannheim nutzte er die Zeit und ging ins Ausland. In China lernte er seine Freundin kennen. Sie ist Russin und kam mit 17 zum Studieren nach China. In Peking engagierten sich beide bereits: Veranstalteten Spendenläufe, besuchten Hospize oder lehrten Englisch in Schulen. Nach zwölf Jahren und dem Wechsel nach Singapur hatte der 31-Jährige aber Lust auf einen Karrierewechsel. Also verkauften sie alles und suchten das Weite: „Makaka On The Run“ – Ein kleiner Affe ziert das Logo der Internetseite, die sie begleitet, aber auch für Spenden wirbt.

Das Reisetagebuch von Sebastian Herz und Yuliya Blinova findet sich unter www.makakaontherun.com oder www.facebook.com/MakakaOnTheRun.

Von Manuel Niemann

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