Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Delitzsch 40 Jahre Jugendfeuerwehr Zwochau: Nachwuchs steht in den Startlöchern
Region Delitzsch 40 Jahre Jugendfeuerwehr Zwochau: Nachwuchs steht in den Startlöchern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:19 09.06.2017
Zwochaus Feuerwehrnachwuchs steht bereit. Am Sonnabend wird das 40-jährige Bestehen der Jugendwehr gefeiert. Quelle: Foto: privat
Zwochau

Am Sonnabend ist in Zwochau feiern angesagt. Und Gründe gibt es dafür mindestens zwei: Im 40. Jahr ihres Bestehen bekommt die Jugendfeuerwehr Zwochau eine neue Leitung. Die 19-jährige Susanne Semmler, gerade mit dem Abitur fertig, übernimmt die Gruppe, der zurzeit zehn Jungen und ein Mädchen angehören. Der bisherige Jugendwart David Schreiber hatte bis zum April gute zehn Jahre die Funktion inne und rückt jetzt in die zweite Reihe. „Ich werde sie natürlich weiter unterstützen, soweit sie das möchte“, erklärte der 29-Jährige.

Fest mit Stationslauf

Die Jubiläumsveranstaltung rund um das Feuerwehrgerätehaus ist allerdings Sache der ganzen Wehr, teilte Ortswehrleiter Matthias Schubert mit. Die Organisation des tagfüllenden Programms läuft auf Hochtouren. Schließlich erwarten die Zwochauer auch zahlreiche Gäste. Zum Beispiel die Jugendwehren aus Kyhna und Wiedemar, aber auch aus Niederfrohna. Sie werden sich beim Stationslauf, der um 11 Uhr startet, messen. Die Siegerehrung ist gegen 14 Uhr vorgesehen.

Die Zwochauer Jugendfeuerwehr bereitet die jungen Leute für den Einstieg in die aktive Abteilung vor. Unter der Regie von David Schreiber konnten fünf Kameraden übernommen werden. „Im nächsten Jahren werden es mit einem Ruck wahrscheinlich gleich sechs sein“, weiß Susanne Semmler. Die heute noch 16- bis 17-Jährigen wollen geschlossen als Gruppe zu den Aktiven in den Löschzug wechseln. Nachrücker für die Jugendwehr kommen dann aus der Gruppe der Löschfüchse.

Interessante Ausbildung

Alle zwei Wochen treffen sich die Mitglieder zum Dienst. Zur selben Zeit absolvieren auch die Erwachsenen ihre Ausbildung. Damit sei der direkte Kontakt zu den aktiven Kameraden von vornherein gewährleistet. Die angehende Jura-Studentin und Oberfeuerwehrfrau Susanne Semmler wird den Rhythmus beibehalten. Das wichtigste sei für sie, die Treffen so interessant wie möglich zu gestalten, damit der Spaß auch auf lange Sicht nicht auf der Strecke bleibt.

Dem pflichtete uneingeschränkt Ernst Treiber bei. Der heute 75-Jährige stand einst den Jungflorianen 27 Jahre lang vor und er erinnert sich gern an die Zeit, auch wenn von seinen damaligen Schützlingen keiner mehr in der Zwochauer Wehr ist. 1977 leitete er die damalige Arbeitsgemeinschaft Junge Brandschutzhelfer. „Die war der Schule angeschlossen. In der Regel waren es die vierten Klassen, die fast geschlossen mitmachten“, erinnerte sich Treiber. Damals wäre er von damaligen Wehrleiter Dieter Reißhauer mit der Aufgabe betraut worden. „Vieles war einfacher zu händeln“, weiß der erfahrene Feuerwehrmann. Heute sei leider vieles komplizierter geworden, so Treiber. Allein schon deshalb, weil die Zusammenarbeit mit den Schulen sehr viel Engagement der Lehrer als auch der Feuerwehrleute fordere. Nicht überall treffe man auf Verständnis und Unterstützung. Die damaligen Erlebnisse könne ihm aber keiner nehmen. Allerdings sind fast sämtliche Fotos aus jener Zeit verschwunden. Im Zuge des Umzugs in das neue Gerätehaus kamen sie abhanden und seien nicht wieder aufgetaucht.

Die Jugendwehr Zwochau jedenfalls hat nach wie vor große Pläne: „Natürlich werden wir in diesem Jahr wieder beim Florianslager in Eilenburg dabei sein“, berichtete Susanne Semmler. Am Sonnabend wird die Jugendfeuerwehr bei einer Übung um 17 Uhr ihr Können beweisen.

Von Ditmar Wohlgemuth

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Zum Tag der offenen Gartentür haben sich 19 und damit so viele Teilnehmer wie noch nie zuvor gemeldet. Mit der LVZ gibt es im Vorfeld schon einen Blick in die grünen Oasen, die 2017 das erste Mal zu sehen sein werden – diesmal geht es zu einem echten Landtraum.

09.06.2017

Delitzsch ist ziemlich grün. Doch viel von all dem Wald, der sich um und in der Loberstadt findet, gehört der Kommune gar nicht. Und besonders ist der Wald auch nicht. Lässt sich aber vielleicht doch noch ein bisschen mehr daraus machen?

06.06.2017

Die Sparkasse wird geschlossen, der Konsum vielleicht auch und damit die Post – trotz einer immer älter werdenden Gesellschaft hat diese die Bedürfnisse der Älteren selten im Blick. Bei den Rackwitzer Senioren sorgen die Pläne für großen Unmut. Der Alltag in der Landgemeinde ist beschwerlich.

05.06.2017