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4500 Aufträge - Wohnungsgesellschaft macht die Firmen der Region froh

4500 Aufträge - Wohnungsgesellschaft macht die Firmen der Region froh

2,5 bis 3 Millionen Euro werden jährlich in den Bestand der Wohnungsgesellschaft der Stadt Delitzsch (WGD) investiert. Das macht - ohne Abriss gerechnet - 4500 Aufträge, die jährlich zu vergeben sind und die WGD zu einem wichtigen Faktor für den lokalen Wirtschaftskreislauf.

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Delitzsch - ein weißer Fleck im Leipziger Neuseenland

Mit Fassadengestaltungen wie hier in Delitzsch-Nord will die WGD die Attraktivität der eigenen Gebäude und des Umfelds steigern.

Quelle: Wolfgang Sens

DELITZSCH. Denn überwiegend gehen diese Aufträge an lokale und regionale Unternehmen, sofern es die Ausschreibungsmodalitäten zulassen. "So weit wir es ermöglichen können, vergeben wir die Aufträge hier", betont WGD-Chef André Planer. Das sei dem Unternehmen ebenso wichtig wie Sponsoring und Spenden vor Ort - wie etwa das Engagement für den Tiergarten.

Während Gewerbe unterstützt wird, klemmt es in diesem Bereich an anderer Stelle: Leerstand von Gewerbeimmobilien wie in der Einkaufsmeile von Eilenburger- und Breiter Straße (wir berichteten) beschäftigt auch die Wohnungsgesellschaft der Stadt Delitzsch (WGD). 19 Gewerbeimmobilien verteilen sich über das gesamte Stadtgebiet. Und rund ein Drittel davon stehen leer, wie Planer angibt. "Es ist schwer zu vermitteln, dass jemand genau diese Raumgröße für sein Geschäft braucht", schildert Planer, "schön ist, wenn es mal klappt." Da müsse man als lokaler Vermieter in Zeiten des Leerstands schon findig sein. So wird bekanntlich aus leeren Gewerberäumen im Amselweg im Delitzscher Norden der neue, größere Nachbarschaftstreff in der sonst oft recht tristen Anonymität der Neubaublöcke. Der Treff ist ein Gemeinschaftsprojekt von SKZ, WGD und Wohnungsbaugenossenschaft Aufbau.

Leerstand bleibt aber auch andernorts ein Thema für die WGD mit ihren rund 2500 Wohnungen. Die Leerstandsquote in Höhe von 7,5 Prozent halte man bereits über Jahre, allerdings auch durch das Mittel des Abrisses beziehungsweise Rückbaus, wie es in der Branche ausgedrückt wird.

Im Osten der Loberstadt verzeichnet das Unternehmen eine Leerstandsquote unter fünf Prozent, in der Innenstadt sind es zwei bis drei Prozent. Im Delitzscher Norden verzeichnet die WGD eine Leerstandsquote von rund elf Prozent - hier ist im Herbst der Rückbau in der Alexander-Puschkin-Straße geplant.

WGD und die Wohnungsbaugenossenschaft Aufbau planen, wie berichtet, die Abrisse von insgesamt 100 Wohnungen, die seit Längerem leer stehen beziehungsweise in den nächsten Monaten frei gelenkt werden sollen. Leicht mache sich dies ein Vermieter nicht, so Planer. Viel Kraft und Zeit würden zudem in die Vermittlung gesteckt: "Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die meisten Leute in ihren Wohngebieten bleiben wollen, also nicht von Delitzsch-Nord in den Osten ziehen möchten." Das heißt, die WGD-Mitarbeiter müssen intensiv suchen und beraten. Hinzu komme, dass - der demografische Wandel grüßt eben allerorten - die meisten den so nötigen Umzug nutzen wollen, um insofern für das Alter vorzusorgen, dass sie nicht mehr in die oberen Etagen ziehen. "Generell ist der Trend, nicht mehr hoch zu wollen, das sieht man auch in leer werdenden Blöcken, wenn die unteren Etagen noch gut vermietet sind und die oberen schon lange leer stehen. In großen Objekten haben wir in den vierten und fünften Etagen oft Leerstand", so Planer.

Die Option die Blöcke baulich zu "verkürzen" und zum Teilrückbau zu greifen, sei aber keine echte Alternative. Das ist zu teuer. Grundlegend saniert ist ein Block davon auch noch nicht und der Abriss damit insgesamt - auch im Hinblick auf Förderung - günstiger. "Teilrückbauten könnten aber eine Option für die Zukunft sein", räumt Planer ein. Künftig aber bleibt erst mal der Rückbau das Thema der kommenden Jahre.

© Kommentar

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.03.2015
CHRISTINE JACOB

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