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Delitzsch 491 587 Euro Minus nach dem Zensus
Region Delitzsch 491 587 Euro Minus nach dem Zensus
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16:25 19.05.2015
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Kreisgebiet

In allen Städten und Gemeinden des Altkreises Delitzsch fehlen nach der Zählung Einwohner. Im gesamten Landkreis machen nur Dommitzsch (+17) und Liebschützberg (+4) eine Ausnahme, ansonsten flächendeckende Rückgänge. Die sinkende Einwohnerzahl hat auch neue Berechnungen der Zuweisungen vom Land zur Folge.

Und diese gelten bereits in diesem Jahr. Weniger Einwohner bedeuten jedoch nicht automatisch weniger Geld. Die Berechnungsgrundlage ist kompliziert. Laut sächsischem Finanzausgleichsgesetz gilt, dass weniger Einwohner zu weniger Bedarf und damit weniger Schlüsselzuweisung beziehungsweise mehr Finanzausgleichsumlage führen. Der durchschnittliche prozentuale Einwohner-Rückgang in Nordsachsen beträgt 2,01 Prozent. Kommunen, die darunter liegen, bekommen mehr Geld, die darüber liegen weniger. Wiedemar und Taucha haben laut Zensus je rund 200 Einwohner weniger. In Wiedemar bedeutet das -3,6 Prozent und 16 892 zu zahlende Euro. Taucha erhält hingegen 10 109 Euro, weil es 1,38 Prozent weniger Einwohner hat. Und auch Bad Düben bekommt 21 543 Euro für -86 Einwohner (1,06 Prozent). Und es gibt eine ganz glückliche Stadt im Landkreis Nordsachsen: Oschatz freut sich über nur 23 Einwohner weniger und erhält dafür 102 385 Euro.

Die anderen Städte im Altkreis Delitzsch müssen in die Schatulle greifen: Delitzsch 216 218 Euro tief. Der Delitzscher Kämmerer Michael Schmiech hat eigene Rechnungen angestellt und kommt auf exakt 400 000 Euro Minus in diesem Jahr (wir berichteten). Eilenburg bekommt 160 445 Euro weniger und Schkeuditz muss 69 854 Euro in den kommunalen Ausgleichstopf zahlen. Insgesamt müssen die nordsächsischen Städte und Gemeinden und der Landkreis in diesem Jahr mit 491 587,40 Euro weniger auskommen, 229 711,40 Euro davon aus der Landkreiskasse. Das hat laut Kämmerer Kai Emanuel keine Auswirkungen auf den 100-Millionen-Euro-Haushalt oder eventuelle Investitionen. "Ich wusste ungefähr, was kommt und habe bereits 173 000 Euro eingeplant. Die restlichen 56 000 Euro sind auszugleichen", so Emanuel.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.07.2013

Frank Pfütze

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