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Delitzsch 50 Jahre Blasmusik in Schenkenberg
Region Delitzsch 50 Jahre Blasmusik in Schenkenberg
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16:54 26.05.2011
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Schenkenberg

Wie alles 1961 begann, das weiß der langjährige Vereinsvorsitzende Bernd Röhricht aus berufenem Munde.

Sein Schwiegervater Hans Troche gehörte nämlich genau wie Eduard Hönl zu den Gründungsmitgliedern der damaligen Feuerwehrkapelle. Die beiden Senioren sind die einzigen verbliebenen Mitglieder des Vereins aus den Gründertagen. Wie viele ihrer Alterskameraden gehörten sie Anfang der 1960er-Jahre zur Dorffeuerwehr. Und immer sonntags ab 10 Uhr rückten die Floriansjünger zur Übung aus. Danach zogen sie ins Wirtshaus, um den Durst zu löschen. Am Biertisch wurde über alles Mögliche gesprochen, auch, dass ringsherum in den anderen Orten überall Kapellen entstanden. „Das können wir doch auch, müssen sie sich damals gesagt haben“, erzählt Bernd Röhricht.

Einige rauften sich jedenfalls zusammen, um dieses Vorhaben zu verwirklichen. Irgendwie lernten sie dann den Kapellmeister Otto Kynast aus dem heutigen Landkreis Elbe-Elster kennen. „Der war damals sehr aktiv, leitete unter anderem mehrere Chöre. Er nahm sich der Laien-Musiker an. In kleinen Schritten brachte er ihnen bei, einfache Stücke nach Noten zu spielen“, berichtet Röhricht.

Als Feuerwehrkapelle existierten die Schenkenberger nur eine gewisse Zeit, denn bald wurden sie der LPG 7. Oktober zugeordnet. Bis zur Wende spielte das Orchester auf Dorffesten, zu LPG-Veranstaltungen, auf privaten Feiern oder marschierte im Demonstrationszug zum 1. Mai. Der an der Delitzscher Musikschule von Werner Brade ausgebildete Trompeter Bernd Röhricht stieß als Aushilfsmusiker, als einmal jemand fehlte, zu den Schenkenbergern, lernte dort seine Frau Heidrun kennen und blieb hängen. Später stieß auch Sohn Dirk als Posaunist zum Ensemble hinzu. So wie die Röhrichts spielten oder spielen noch andere Familien mit mehreren Vertretern im Orchester. Beispielsweise Rudolf Reichert mit Sohn Henrik oder Kurt und Michael Gohla sowie die Brüder Udo und Jürgen Mühlberg zählt der Vereinschefs auf.

Seit 1976 prägt er das musikalische Gesicht der Kapelle und arrangiert für sie die Stücke. „Doch ohne meine Musiker wäre ich nichts. Wenn sie eine Richtung nicht akzeptieren, ist das wie bei einer Fußballmannschaft, wenn sie gegen den Trainer spielt“, erklärt Röhricht. Heute beherrscht das Ensemble ein breites Repertoire von konzertanter und klassischer bis hin zur Tanzblasmusik. Der Verein gibt Konzerte, spielt zum Frühschoppen oder Seniorentanz auf und begleitet in kleiner Besetzung auch private Anlässe mit Ständchen.

Die Spannweite seines musikalischen Wirkens wird das Orchester, zu dem heute 25 Musiker gehören, am Sonnabend im Bürgerhaus bei der geschlossenen Festveranstaltung mit ausschließlich geladenen Gästen präsentieren. Obwohl das Konzert nicht öffentlich ist, haben Leser der Kreiszeitung mit etwas Glück die Chance, am Sonnabend ab 16 Uhr dabei zu sein. Wie Sie an die Karten kommen, steht in der Freitagsausgabe der Delitzsch-Eilenburger Kreiszeitung.

Thomas Steingen

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