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Delitzsch 50 zusätzliche Hortplätze für Delitzsch-Nord
Region Delitzsch 50 zusätzliche Hortplätze für Delitzsch-Nord
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14:18 19.05.2015
Im SKZ herrscht Vorfreude auf den Hortbetrieb - bei Petra und Antje Dautz, beim Kinderland- und künftigen Hort-Maskottchen Gecko sowie bei Vereinsvorstandsmitglied Heiko Wittig (von rechts). Quelle: Kay Würker

Die beantragte Betriebs-erlaubnis wird in Kürze erwartet. Den Anstoß für die neue Einrichtung gab die Stadtverwaltung, die einen sich ankündigenden Hort-Engpass im Norden abwenden will, nachdem bereits im Osten erfolgreich reagiert wurde.

Die Mitarbeiter des Soziokulturellen Zentrums (SKZ) im Kosebruchweg kennen sich aus mit Kinderbetreuung. Für die Freizeitstätte, die 2013 ihr 20-jähriges Bestehen feierte, sind diverse Bildungs- und Bastelangebote für Knirpse und Jugendliche ein wesentliches Standbein - neben der Seniorenarbeit. Auch als Tagesstätte sammelte das SKZ bereits Erfahrungen: Seit Jahren schon bietet die Einrichtung eine flexible Kinderbetreuung an. Steppkes zwischen drei und zehn Jahren können untergebracht werden, insbesondere bei kurzfristigem Betreuungsbedarf. Die Nachfrage nach dieser Dienstleistung sei allerdings eher verhalten, stellt SKZ-Leiterin Petra Dautz fest.

Bei dem nun geplanten Hortangebot dürfte das anders werden. Der Bedarf in Delitzsch-Nord wächst ab September rapide. Die dortige Grundschule Am Rosenweg eröffnet erstmals vier statt drei neue Klassen. Die Schülerzahl wächst, nicht zuletzt durch die regionale Stützpunktfunktion der Bildungsstätte im Bereich Lese-Rechtschreib-Schwäche und in der Unterrichtung von Kindern aus Flüchtlings- und Asylbewerberfamilien. Dadurch stoßen auch die vier Horte der Grundschule - die Kitas Bummi, Sonnenland, Regenbogen und Zauberhaus - an Grenzen. Die im vergangenen Jahr erfolgte Erweiterung der Hortkapazitäten im Sonnenland um 20 Plätze entschärft den drohenden Engpass nicht.

"Im Januar ist die Stadtverwaltung in dieser Sache an uns herangetreten", berichtet Petra Dautz. "Wir haben uns daraufhin sofort mit dem Landesjugendamt in Verbindung gesetzt, um die nötigen Schritte abzusprechen." Die Behörde, die letztlich die Betriebserlaubnis erteilen soll, zeigte sich angetan von den im Vorjahr komplett sanierten Räumen. Brandschutz, Raumaufteilung, sanitäre Einrichtungen - im SKZ ist das nun alles tadellos. Im zweiten Obergeschoss lässt sich ein separater Hort-Trakt gestalten, in dem Grundschulkinder fünf oder sechs Stunden pro Tag betreut werden können. Zu den übrigen Tageszeiten können die Räume weiter für die Erwachsenenkurse und Eltern-Kind-Angebote genutzt werden, die aktuell dort untergebracht sind. "Die Auslastung der Räume verbessert sich, das SKZ bekommt ein zusätzliches Standbein", nennt Petra Dautz ihre Hauptmotivation. Noch ein paar Gutachten fehlen, dann soll die Betriebserlaubnis für bis zu 50 Hortkinder vorliegen.

Das Betreuungskonzept steht schon, federführend entworfen von Antje Dautz. Sie leitet das Delitzscher Kinderland unterm Dach des SKZ, wird auch Hort-Verantwortliche. "Wir bieten Hausaufgaben- und Freizeitbetreuung, werden Ausflüge und spezielle kreative Kurse im musikalischen oder handwerklichen Bereich anbieten. Eventuell holen wir zu bestimmten Zeiten auch einen Logopäden ins Haus, um Eltern diesen Weg abzunehmen, denn viele Kinder haben Sprachprobleme", sagt Antje Dautz. Ganzheitlich fördern und fordern, laute das Credo.

Da soll auch Nachhilfeunterricht nicht fehlen, ergänzt Heiko Wittig vom Vorstand des SKZ-Vereins. "Wir haben unter anderem mit Lehramts-Studenten gesprochen, die bei uns arbeiten möchten. Die Nachhilfe gibt es ebenfalls ab September - nicht kostenlos, aber gegen ein günstiges Entgelt", kündigt Wittig an. Der Unterricht soll zudem über die vierte Klasse hinaus angeboten werden.

Für die Hortbetreuung zahlen Eltern die in Delitzsch allgemein üblichen Gebühren. Die Stadt legt noch einen Zuschuss drauf, um dem SKZ die Sach- und Personalkosten nach einem bestimmten Schlüssel zu erstatten. Immerhin verschafft der neue Freiraum im SKZ der Stadtverwaltung auch mehr Luft im Bereich der Kita-Plätze. Vorgesehen ist, im Zuge der Neueröffnung in anderen Einrichtungen einige Hort- in Kindergarten-Plätze umzuwandeln. Denn anders als beim Hort haben Eltern auf die Kita einen Rechtsanspruch.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.05.2014
Kay Würker

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