Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Delitzsch 61 Schüler probieren sich in Delitzsch im Militärischen
Region Delitzsch 61 Schüler probieren sich in Delitzsch im Militärischen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:54 27.07.2018
Die Aufgabe: Die Schüler sollen in Gruppen den „reißenden Gebirgsbach“ im Gewand eines Wasserbeckens mit den gegebenen Materialien überqueren. Quelle: Foto: Alexander Prautzsch
Delitzsch/Erfurt

Es ist 9.30 Uhr auf dem Gelände der Unteroffizierschule des Heeres (USH) in Delitzsch. Es ist jetzt schon brütend heiß. Obwohl gerade Ferienzeit ist, sie am See oder im Park liegen könnten, haben sich 61 Schüler – davon ein Drittel Mädchen – aus Sachsen und Sachsen-Anhalt zu einer Probewoche, dem Feldwebel-Boldt-Camp, eingefunden. Sie können sich vorstellen, später bei der Bundeswehr zu arbeiten und wollen nun wissen, auf was sie sich einlassen würden. Auf dem Camp-Programm stehen beispielsweise ein Basis-Fitness-Test, eine Nachtwache oder die tägliche politische Bildung.

Noch in Zivil: Bei der Einweisung am Montag erklärte die Leiterin des Camps, Hauptmann Peggy Fuhrmann (rechts), den Teilnehmern den Wochenablauf. Quelle: Bundeswehr/Dinh

Die Schüler entwickeln sich im Laufe der Woche

Ihre zivile Kleidung haben die Jugendlichen am Montagmorgen abgegeben und gegen Uniformen eingetauscht. Nur ihre Turnschuhe dürften sie anbehalten. Seit vier Stunden sind die Schüler aus Delitzsch, Leipzig, Halle und den Landkreisen Nordsachsen, dem Saale- und Burgendlandkreis am Donnerstagvormittag auf den Beinen, als es auf die Lehr- und Trainingsanlage geht. Als erstes lernen die 15- bis 18-Jährigen, dass diese im Bundeswehrsprech „Letra“ heißt. Dass fast alles abgekürzt wird, haben sie bereits im Wochenverlauf mitbekommen. Die Aufgabe: Ein etwa zwei mal drei Meter großes Becken mit vorgegebenen Materialien überqueren. Die Schüler müssen dazu Lösungen entwickeln, im Team zusammenarbeiten und sich einbringen, erklärt Hauptmann Peggy Fuhrmann. „Es ist faszierend, welche Entwicklung die Schüler innerhalb nur einer Woche nehmen“, sagt die Camp-Leiterin.

Die Schüler diskutieren, wie sie das Wasserbecken am Besten überqueren können. Quelle: Alexander Prautzsch

Was heißt es, ein Berufssoldat zu sein?

Die Schüler haben alle den potenziellen Berufswunsch, später zur Bundeswehr zu gehen, erklärt Fuhrmann weiter. Die Probewoche habe den Vorteil, dass die Schüler danach besser einschätzen könnten, ob der theoretische Wunsch sich praktisch bewährt. Zum Zweiten könnten in der Camp-Woche, anders als beim Schülerpraktikum, die Tugenden eines Soldaten vermittelt werden. Den Schülern werde dabei auch verdeutlicht, dass es zum Beruf gehört, Auslandseinsätze zu absolvieren und gegebenenfalls sein Leben dafür zu geben.

Das Feldwebel-Boldt-Camp findet zum vierten Mal in Delitzsch statt, erklärt Presseoffizier Hauptmann Rainer Krebs. Es werde vom Bundeswehr-Karrierecenter ausgerichtet. „Die USH in Delitzsch stellt nur die Infrastruktur zur Verfügung.“ Da aktuell lehrgangsfreie ist, werde das Areal so weiter sinnvoll genutzt.

Von Mathias Schönknecht

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Grundstücksvergabe in der Laueschen Straße ist nicht zur Zufriedenheit aller gelaufen. Vor allem Anwohner, die sich teils über Jahrzehnte um ein Stück der Brache bemüht hatten, sind gefrustet.

27.07.2018

Unter dem Dach der Delitzscher Energiegenossenschaft haben sich jetzt 59 Mitglieder versammelt. Die bringen in der Loberstadt nun gemeinsam etwas aufs Dach: Insgesamt sollen vier Solaranlagen auf Kitas und einer Grundschule gebaut werden.

27.07.2018

Einen speziellen und nicht alltäglichen Einsatz gab es am Donnerstagabend für die Feuerwehr. In Löbnitz (Landkreis Nordsachsen) waren zwei Pferde in einem Teich gelandet und mussten gerettet werden.

27.07.2018