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Delitzsch 666 Jahre Zschortau: Im Teufelsdorf köchelt die Hexensuppe
Region Delitzsch 666 Jahre Zschortau: Im Teufelsdorf köchelt die Hexensuppe
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00:35 16.09.2015
Im Mittelalterlook bringt Erzieher Frank Hellwig vom Gutshaus Biesen seine Hexensuppe auf Höllentemperatur. Quelle: Christine Jacob
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666 - "das gilt als satanische Zahl und ist Grund, das ganze Jahr über zu feiern", wie Lutz Mehnert von der örtlichen Interessengemeinschaft (IG) Kultur und Brauchtum erläutert, "da arbeiten wir auch mit der Kirche zusammen."

Ob nun Osterfeuer, Sportfest, Gutshausfest, das noch folgende Herbstfeuer, der Weihnachtsmarkt am 6. Dezember oder das Straßenfest am vergangenen Samstag - für das Festjahr ziehen die Vereine und Gemeinschaften an einem Strang. Und jeder organisiert einen Höhepunkt unter dem Motto: Geht's hier mit dem Teufel zu? Dann mischen die anderen jeweils mit. So konnte sich die IG am Samstag auf Hilfe unter anderem von Jugendfeuerwehr und Schulförderverein verlassen, die Grundschüler brachten eine teuflisch spannende Sage auf die Bühne. Der Seniorentreff sorgte für himmlisch guten Kuchen, das Team vom Kinderheim Biesen für scharfe Hexensuppe. Mit den Kindern hatten die Erzieher zudem Marmeladen, Öle und Gewürze zubereitet und brachten die gegen Spenden unters Teufelsvolk. Die Gelder gehen zugunsten der Kinder, die im Gutshaus untergebracht sind.

Mit der feierlichen Eröffnung des Pfarrhauses nach mehr als zwei Jahren Bauzeit für die Innensanierung lagen Himmel und Hölle am Samstag zudem nah beieinander, wie IG-Mitstreiterin und Ehefrau Evelin Mehnert-Schreiber schmunzelnd einräumte. Teufel und Kirche können eben doch miteinander. "Es ist ja auch himmlisch, ein Traum", schwärmte Gemeindepädagogin Babett Herkt über das innen komplett sanierte Gebäude, das fast so alt ist wie das Dorf. Hell, warm, freundlich statt eng, trist und dunkel ist das Pfarrhaus nun. Genutzt werden soll es nicht nur von der Kirchengemeinde, sondern vom ganzen Dorf, den Vereinen und Privatleuten. Pfarrer Daniel Senf will es als Kulturzentrum und Treffpunkt für ganz Zschortau verstehen. "Hier haben wir alle Möglichkeiten", freute sich Babett Herkt auf die kommenden Veranstaltungen der Kinderkirche. Die Zeiten des Interims im einstigen Schlecker-Markt sind vorbei, nun gibt es unter anderem wieder die Möglichkeit, einen Garten direkt am Haus zu nutzen. Ideale Bedingungen also allein schon für die 14 Knirpse aus der 1. und 2. Klasse, die die Kinderkirche in Zschortau besuchen und sich dort austoben.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom ..

cj

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