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Delitzsch 70 Jahre Union 47 Zschernitz – ein ganzes Dorf feiert mit
Region Delitzsch 70 Jahre Union 47 Zschernitz – ein ganzes Dorf feiert mit
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18:38 25.06.2017
Zum 70-Jährigen Bestehen kam sogar RB-Leipzig-Maskottchen Bulli in Zschernitz vorbei und schrieb Autogramme. Quelle: Foto: Ditmar Wohlgemuth
Zschernitz

Das hat das gut 300-Seelen-Dorf Zschernitz in der Gemeinde Wiedemar jahrzehntelang nicht erlebt, wenn man den Berichten der Einheimischen glauben darf. Und man kann ihnen sicher glauben. Da war nicht nur das ganze Dorf auf den Beinen, sondern deutlich mehr als die Organisatoren erwartet hatten. „Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz“, erklärte Markus Hartmann, Vorsitzender des Vereins mit rund 150 aktiven Mitgliedern, der den 70. Geburtstag feierte.

Dorffest im wahrsten Sinne des Wortes

Es wurde im wahrsten Sinne des Wortes ein Dorffest mit rundum gelungenem Programm. Die Mitglieder von Union 47 Zschernitz stellten etwas auf die Beine, das für den kleinen Ort überhaupt nicht selbstverständlich ist. „Das ging auch nur, weil alle mitgezogen haben. Damit meine ich in erster Linie die Vereinsmitglieder, aber auch die Sponsoren und alle, die zu einem erfolgreichen Verlauf beigetragen haben. Und das waren viele. Dankeschön dafür“, betonte der Vereinschef.

Sportplatz wird zur Partyzone

An drei Tagen wurde rund um den Sportplatz eine Partyzone errichtet, die allen etwas bot. Das Fest sollte auch dazu dienen, sich wieder zu sehen. Otto Düsterhof zum Beispiel reiste extra aus Bielefeld an, um alte Sportskameraden zu treffen, in Erinnerungen zu schwelgen. 1949 bis 1964 spielte er in Zschernitz Fußball. Der 76-jährige sah auch Teamkollegen wieder. „Nicht alle habe ich sofort wieder erkannt, leider leben auch viele nicht mehr“, sagte der Fan von Arminia Bielefeld. Auf einigen Mannschaftsfotos, die der Verein im Flur des Vereinshauses ausgestellt hatte, fand er sich wieder.

Er erinnerte sich auch daran, 1958/59 beim Fundamentbau für die Sporthalle mitgeholfen zu haben. „Sieht immer noch gut aus, was hier entstanden ist“, freute er sich. Auch Horst Springer tat es gut, Mitstreiter von damals wiederzusehen. Dem Trainer ist besonders noch die Teilnahme 1965 an einem Turnier in Prag im Gedächtnis. „Dass wir dabei sein konnten war schon eine kleine Sensation.“ Gern erinnert er sich noch an Karl-Heinz Rohr: „Ein Wahnsinns-Fußballer. Der konnte jeden Gegner mit Ball am Fuß austanzen.“

Kita-Kinder zeigen ein Programm

Mit einem musikalischen Programm bereicherten die Mädchen und Jungen des Kindergartens Zschernitz den Nachmittag und ernteten viel Beifall. Die Tombola mit 700 Losen und ebenso vielen Preisen war der Renner. „Es hat keine drei Stunden gedauert, da waren alle ausverkauft“, sagte Marko Hartmann.

Von Ditmar Wohlgemuth

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