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80 neue Bäume in Delitzsch – Stadtpark und Marienfriedhof werden neu gestaltet

Pflanzaktion 80 neue Bäume in Delitzsch – Stadtpark und Marienfriedhof werden neu gestaltet

Nach den Baumfällungen und Pflegeschnitten im Winterhalbjahr lässt das Delitzscher Rathaus im Stadtgebiet und in den Ortsteilen Bäume pflanzen. Dabei werden wie an der Marienkirche mit gezielter Gehölzauswahl Flächen bewusst gestaltet und damit attraktiver gemacht. Auch im Stadtpark und in Wohngebieten gibt es Pflanzungen.

Lutz Minkertz von der Firma ST Grünbau aus Leipzig begießt im Delitzscher Marienpark einen der frisch gepflanzten Bäume.

Quelle: Alexander Prautzsch

Delitzsch. Ins städtische Grün von Delitzsch ist Bewegung gekommen. Aber nicht etwa, weil wie im Winterhalbjahr Kettensägen angesetzt wurden, um Bäume zu fällen oder zu stutzen. Vielmehr wurden im Stadtgebiet neue Gehölze gepflanzt. 15 Stück sind es allein auf der Grünfläche an der Marienkirche. Auch dort waren im Winter Bäume gefällt und vorhandene zurückgeschnitten worden.

„Der Marienfriedhof bietet eine schöne Möglichkeit, eine städtische Fläche zu gestalten und damit attraktiver werden zu lassen“, sagt Jan Matussek, der im Rathaus zuständige Mitarbeiter für das städtische Grün. In diesem Zusammenhang spricht er nicht mehr vom Marienfriedhof, sondern vom Marienpark. Denn in ein parkähnliches Areal soll sich die Fläche verwandeln, wenn die Bäume angewachsen sind und ihr Blätterkleid in voller Pracht zeigen. Noch in diesem Jahr würden Wiese, Rabatten und die Wege saniert, kündigt Matussek an. Das Konzept der Stadt sehe vor, dass der Park Ende des Jahres als solcher erlebbar sei.

Ein Roter Schlangenhaut-Ahorn wurde vor wenigen Tagen am Fuß der Marienkirche gepflanzt

Ein Roter Schlangenhaut-Ahorn wurde vor wenigen Tagen am Fuß der Marienkirche gepflanzt.

Quelle: Alexander Prautzsch

Generationenprojekt

1500 Frühblüher, 900 Krokusse und 600 Tulpen hat die Stadt dort bereits pflanzen lassen. „Im Marienpark haben wir aber den Anspruch, Gehölze nachhaltig erlebbar zu machen. Das wird ein Generationenprojekt.“ Gepflanzt wurden unter anderem ein roter Schlangenhaut-Ahorn und ein Katsurabaum, der umgangssprachlich auch Lebkuchenbaum genannt wird. Dieser Name rührt daher, weil abgefallene, welke Blätter einen ausgeprägten Duft nach Lebkuchen entwickeln. „Im Herbst können die Delitzscher diesen Duft wahrnehmen“, hofft Jan Matussek.

Insgesamt 80 Bäume im Wert von 25 000 Euro lässt die Stadtverwaltung von der Firma ST GrünBau Leipzig pflanzen. Diese hat für die Projekte in Delitzsch direkt einen Gärtner abgestellt. Bereits aktiv geworden ist die Firma in der Lindenallee in Brodau. Dort wurden fünf bis sechs Meter hohe Krimlinden ergänzt, sodass das Flächennaturdenkmal nun wieder komplett ist.

Fünf Schwarzpappeln am Mühlgraben

20 neue Bäume sind im Stadtpark und in der Loberaue hinzugekommen. Vom Spielplatz in der Loberaue mit Blick auf die Genesung sind diese gut zu sehen. „Wir haben Gewächse ausgewählt, die in diese Landschaft passen und sich dort auch wohlfühlen“, erklärt Matussek. So am Mühlgraben fünf echte Schwarzpappeln und einige Sumpfzypressen. Aber auch Eichen, Ulmen und Erlen wurden ergänzt. „Die Ulmen wurden in die Aue gebracht, um einen Beitrag gegen das Sterben dieser Bäume zu leisten.“ Unter den Erlen ist eine Bambus-Erle. Einen solchen Baum gibt es im Stadtpark bereits an der Genesung. Dieser genießt bei Botanikern viel Aufmerksamkeit und führt sie extra nach Delitzsch. Nun ist ein junges Exemplar hinzugekommen.

Aber auch die Neubepflanzung von Straßen spielt im Konzept der Stadt eine nicht unbedeutende Rolle. „Dabei setzen wir moderne und aktuelle Vorgaben und Pflanzrichtlinien um.“ Denn oft steht wenig Pflanzgrund zur Verfügung und ist auf das Lichtraumprofil zu achten. In der Friedrichshafener Straße wurden vergangene Woche sieben Ginkgo-Bäume gepflanzt. „Sie wachsen säulenartig in die Höhe, haben eine geringe Wurzelausbreitung und einen gewissen Zierwert.“ Und in der Oskar-Reime-Straße stehen jetzt einige Pyramiden-Hainbuchen und Amber-Bäume. Mit ihrem gelben beziehungsweise roten Herbstkleid sollen sie ein besonderes Farbspiel liefern.

Von Thomas Steingen

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