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"98 Prozent bei uns sind für eine europäische Ukraine"

"98 Prozent bei uns sind für eine europäische Ukraine"

Die Unruhen in der Ukraine haben auch Delitzschs Energie-Partnerstadt Schowkwa erreicht. Eine Delegation unter Leitung von Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) hatte im Oktober in der westukrainischen Stadt, rund 800 Kilometer entfernt von Kiew, an der Woche der Energieeffizienz teilgenommen (wir berichteten).

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Die Einwohner von Schowkwa versammeln sich regelmäßig auf dem Vichevaplatz im Zentrum der Stadt und demonstrieren für eine europäische Ukraine.

Quelle: Olena Klak

Schowkwa/Delitzsch. Die gute Nachricht: In Schowkwa ist "alles ruhig", teilt Olena Klak auf Anfrage per Mail mit. Sie ist Energieeffizienzmanagerin der 13 000-Einwohner-Stadt. Wöchentlich finden dort sogenannte Volksversammlungen statt. "98 Prozent bei uns sind für eine europäische Ukraine. Nur die Mitglieder der Partei "Partija Regioniv" sind pro Russland. Viele Einwohner unserer Stadt nehmen an den Protesten in Kiew teil, in der Regel sind das jedoch nur die Männer. Kein Zhowkvier hat irgendwelche Verletzungen. Alle Menschen haben aber sehr große Angst. Ich habe sogar in den Augen unserer Männer Tränen gesehen, nachdem sie aus Kiew zurück kamen. Ohne Skrupel werden unsere Rechte verletzt", schreibt die 28-Jährige. In Lemberg (Lviv), 30 Kilometer von Schowkwa entfernt, gibt es Autobarrikaden vor der Gebietsverwaltung und Spezialeinheiten vor Ort. Ansonsten sei es auch dort ruhig. In Lemberg hat die Industrie- und Handelskammer ein Büro. "Alles strömt nach Kiew, doch die Menschen überlegen inzwischen, ob sie angesichts der Sicherheitslage noch nach Kiew fahren sollten. Es gibt zahlreiche personelle Veränderungen in der Gebietsverwaltung", teilt Volker Stötzner von der IHK in Lemberg mit. Für Delitzschs Wirtschafts-Chefin ist die innenpolitische Lage angespannt, niemand könne sagen, wie es weitergeht. "Ich habe in der vergangenen Woche einen Unternehmer aus Kiew zu Besuch am Standort Delitzsch gehabt. Derzeit ist politisch alles offen, doch die Regierung hat die Mehrheit. Die Wirtschaft und politische Vertreter versuchen, ihre Anker in Europa zu halten. Europa bleibt für die Ukraine ein wichtiger Markt und derzeit steht die Ukraine genau in der Mitte zwischen pro Europa und pro Russland. Die aktuelle Arbeit und die politische Situation wird davon blockiert", sagte Ricarda Steinbach.

Am 22. und 23. Mai wird eine fünfköpfige Delegation aus Schowkwa an der internationalen Fachtagung Nachhaltigkeit, Energie- und Ressourceneffizienz in Delitzsch teilnehmen. Am Donnerstag findet diese Tagung im Weißen Ross statt, am Freitag im Bürgerhaus. Bürgermeister Petro Vykhopen wird begleitet von Energiemanagerin Olena Klak, dem Leiter des kommunalen Heizungsunternehmens, einem Abgeordneten des Stadtrates und dem Leiter des Tourismus-Informations-Zentrums.

Delitzsch will den Gästen Hilfestellung in Fragen der Energieeffizienz weitergeben. Die Stadt Schowkwa in der Westukraine soll Pilotstadt für die Ukraine werden, weil sich in ihr ein landesweites Problem widerspiegelt. Der Wohnungsbestand befindet sich in einem maroden Zustand. Die Ukraine zahlt weltweit einen der höchsten Gaspreise an Russland und verzeichnet auch außergewöhnlich hohe Energieverluste von bis zu 80 Prozent. Fünf Blöcke und ein Kindergarten zählen zu den Pilotquartieren. Darum steht bei den Ukrainern auch die Kindertagesstätte Zauberhaus weit oben auf der Besichtigungs-Wunschliste.

 

 

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.01.2014
Frank Pfütze

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